A wie Andreaskreuz

Endlich sind wir im Bereich des BDSM angekommen. Das Andreaskreuz ist aus der Szene kaum noch wegzudenken. Jedoch wie die Anzeige zeigt, hat so mancher Probleme damit. Also fangen wir harmlos an, und steigern uns dann da rein.

Ursprünglich wurden die zwei gekreuzten Balken (Schragenkreuz) schon im 4. Jahrhundert „erfunden“. Und wie sollte es anders sein, natürlich von der Kirche, und zum Foltern – nun so weit sind wir beim BDSM davon ja nicht entfernt ^^. Seinen Namen hatte es da vom Märtyrer Andreas, der an einem solchen Kreuz gestorben ist (wikipedia). Überhaupt taucht das Kreuz sehr häufig auf. In Wappen, Fachwerk, der griechische Buchstabe Chi ist ein x und sogar im Straßenverkehr. Fraglich ist für mich allerdings, wie es dazu kam, dass das Andreaskreuz so sehr in die BDSM-Szene hineingerutscht ist. Meine Vermutung ist ja leider, dass damit die Kirche was zu tun hat. Aber ich versuche hier jetzt nicht pathetisch zu werden.

Das Andreaskreuz gehört zu den SM-Möbeln und kann locker selbst aus Material vom Baumarkt hergestellt werden. Man benötigt einfach nur 2 Latten (kicher) und ein paar Nägel. Dann nimmt man die ca. 2,5 m langen Hölzer, überkreuzt sie, nagelt sie aneinander fest (kicher) boahr, irgendwie klingt heute aber alles zweideutig – und überzieht das Gestell mit Folie, Lack, oder anderem Verkleidungsmaterial. Ich habe auch schon von Teichfolie gelesen. Wichtig ist dabei nur, dass sich das Sub keine Holzsplitter einreißt. Denn das ist dann absolut nicht mehr lustig. Wenn nun das Andreaskreuz so weit fertig ist, benötigt man natürlich noch Hand- und Fußfesseln. Es können alternativ auch Karabinerhaken oder Metallringe angebracht werden. Je nach bevorzugter Fesseltechnik kann so gewechselt werden. Schließlich lebt die Lust nach den Gesetzen des Spiels. Ganz, ganz wichtig!!!!! Bitte befestigt das Kreuz sicher an der Wand. Niemand kann so lange ruhig stehen. Und der Bewegungsradius ist wirklich eingeschränkt. Also wer sein Sub noch länger haben möchte, der achtet auf ordentliche Befestigung. Sowohl beim Zubehör, als auch beim Kreuz – 2 x 2m Holz tun höllisch weh, und kann im ungünstigsten Falle einen Knochenbruch zur Folge haben.

Ganz kurz möchte ich deshalb auch zu dem eingangs gezeigten Artikel kommen. „Lieber Autor, es ist garnicht nötig das Kreuz zu verstecken. Gut getarnt als Kleiderhaken für die Jacken Deiner Gäste fällt das überhaupt nicht auf

Bevor ich von meinen eigenen Erfahrungen berichte, möchte ich natürlich erstmal die Profis zu Wort kommen lassen………äh, irgendwie gibt es über dieses Thema kaum Aussagen. Wie kommt das? Schämen sich etwa die Menschen ob ihres Fetisch? Oder ist es ihnen peinlich? Mag sein. Denn ich habe sehr viele Leute getroffen, die zwar über alles reden konnten, was allerdings im Schlafzimmer passiert, das geht keinen was an. Als ob es mich interessieren würde, dass Ilse es jeden Donnerstag in Missionar mit Hubert treibt, sie keinen Orgasmus hat, er allerdings danach erstmal die Pornoseite aufrufen muss, damit er beim Mastubieren wenigstens die Lust verspührt, die ihm seine Ehefrau schon seit 20 Jahren nicht mehr geben kann.

Meine ersten Erfahrungen machte ich mit einem zusammenklappbaren Kreuz, das mir ein Liebhaber kurz nach dem Betreten seiner Wohnung präsentierte. Dieses Ausgeliefert sein, hat seinen ganz eigenen Reiz. Es ist nicht einfach nur fesseln, und in obszöner Pose seinem Herrn ausgeliefert sein, sondern es hat mit sehr viel Vertrauen und Vertrautheit zu tun. Denn der Gefesselte muss sich hundertprozentig auf seinen Folterherrn verlassen können, dass dieser die Fesseln schnell genug wieder löst, wenn die Situation nicht mehr erträglich ist, oder sogar körperliche Probleme auftauchen. Genauso darf der Herr die Situation nicht ausnutzen, seinen Slave zu vergewaltigen.

Im Fesselblog wird genau diese Situtation eindringlich beschrieben. Und jeder der mit BDSM anfängt, und sich darüber informiert, wird immer wieder hören: pass auf den Slave auf, macht ein Saveword aus, achtet auf Anzeichen z. B. Hautverfärbungen oder gequälte Stille. Es obliegt immer dem Top sich um seinen Bottom zu kümmern und ihn zu pflegen. Ja, klingt in diesem Zusammenhang komisch, aber es ist super wichtig, dass der Bottom sich wohl fühlt.

Als ich so gefesselt am Kreuz hing, habe ich mich nicht wohl gefühlt. Alles in mir schrie nach Flucht. Die Schläge steckte ich ein, als er mich anfing zu penetrieren empfand ich keine Lust, sondern nur Streß. Und genau so eine Situation wünsche ich niemandem. Der arme Kerl wusste es nicht besser. Wir hatten kaum darüber gesprochen. Und er hatte angenommen, weil ich mein Interesse an „hartem Sex“ bekundete, dass ich eine Ahnung hätte. Leider ist dieses Vorurteil immer noch nicht ganz ausgemerzt in der Gothic-Szene. Immer wieder werden diese Leute mit BDSM in Verbindung gebracht, weil sie Nieten, Fesseln und andere Accessiores als Schmuck tragen. Wenn man dann an den Falschen gerät, endet es vielleicht nicht wie in 50 Shades of Grey (roll-eyes) dem Soft-BDSM-Porno, über den die Szene lächelt, und Hausfrauen auch unbedingt erleben wollen. Wie sowas ausgehen kann, erzählt mal wieder der Focus auf seine ganz eigene Art.

Ich persönlich habe trotz der Geschichte die ich oben erwähnte, nur gute Erfahrungen mit dem Kreuz gemacht. Liegt aber auch daran, dass ich immer verständnisvolle Herren hatte, die viel mit mir darüber geredet haben. Und wenn mein Mann mich heute ans Kreuz fesselt, falle ich nach stundenlangem Bespielen in seine Arme und wir kuscheln so lange bis ich wieder genug Kraft habe, um bei ihm die Latte zu einem Happy End zu bringen. Denn er erregt sich hauptsächlich dadurch, dass ich komme. Es gibt sogar Tage, an denen wir gar keinen Sex haben, weil er „satt“ vom Zuschauen und Bespielen ist.

Ich wünsche Dir, liebem Leser, dass auch Du solche guten Erfahrungen sammeln kannst, und Deinen perfekten Spielpartner findest, so wie ich.

A wie Anal

Wie immer zu Anfang der Theorieteil. Analsex, oder coitus analis wie er in wikipedia auch genannt wird, bedeutet um es mal plump auszudrücken: sich in den Arsch ficken zu lassen. Jetzt gibt es dazu natürlich massig Theorien und Sprüche (besonders von Männern) und man unterscheidet gerne zwischen Hetero-Anal und Homo-Anal. Dazu möchte ich allerdings später kommen. Wie in dem ersten Sexalphapet-Eintrag, habe ich dazu Recherche im Internet betrieben, und nicht nur sehr widersprüchliche, sondern auch komplett sich widersprechende Artikel gefunden, die ich Dir nicht vorenthalten möchte.

Vom Prinzip her ist jedem der Analverkehr bekannt. Viele Männer stehen drauf, weil es enger und damit erregender ist. Viele Frauen finden das eklig, und meist auch schmerzhaft. Wie bei jeder anderen Art von Sex, kommt es dabei natürlich auf die Stellung an. Wikipedia ist da erstaunlicherweise sehr mitteilungsfreudig, und wartet mit allen Antworten auf, die eine Frau Dr. Sommer stolz machen würde. Trotzdem möchte ich noch kurz ergänzend hinzufügen: Analsex nennt man auch griechischen Sex. Warum ist das so?

Griechenland ist was Sex angeht eben ein Südland, wo Sex kein Tabu ist. Ähnlich wie in Frankreich kann es einem passieren, dass Oma beim Mittagessen über ihre amourösen Abenteuer berichtet. Im antiken Griechenland galt der Analsex unter den Göttern als gängige Praktik (siehe). Laut dieses Artikels machen es in Deutschland ca 8% anal. Und mit dem Thema beschäftigt hat sich bestimmt schon jede dritte Frauenzeitschrift und auch in Männerzeitschriften ist es ein gängiges Thema.

Dabei gehen die Meinungen ist es nun schön, oder widerlich sehr weit auseinander. Für Schwule ist es die einzige Sache, um wirklich Sex zu haben. Natürlich ist Oralsex auch möglich, aber um Geschlechtsverkehr zu haben, muß man eben „drinstecken“. Deshalb haben sehr viele Männer auch Probleme mit Schwulen. Was sie allerdings nicht davon abhält, ihre Partnerin anal befriedigen zu wollen. Ich habe es mal auf die Spitze getrieben, und Männer befragt, die Analsex mit einer Frau wollten. „Was ist denn so anders wenn es eine Frau ist? Arsch ist doch Arsch?“ Darüber waren die Herren wahnsinnig empört, und meinten es wäre schon ein Unterschied, wenn man eine Person von hinten nimmt, und da ein „Schwanz“ rumbaumelt. Echt? Ist das wirklich so? Also ich als Frau kann da keinen Unterschied finden. Natürlich habe ich umgekehrt auch Frauen dazu befragt, und die Antwort fiel ähnlich aus. „Ja, Arsch ist Arsch. Und wenn der Kerl zu viel anal will, dann stellt sich die Frage, ob er nicht besser schwul geworden wäre“ bekam ich da des öfteren zu hören.

Aber mein Blog wird nunmal von einer Frau geschrieben (nämlich mir) und deshalb bin ich da etwas einseitig, und kann nur über meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit Analsex berichten. Und ja, bevor die Frage kommt, auch mein Mann steht auf Analsex. Also kommen jetzt die superduper Ratgeber zu Wort, wie man das am besten macht, und worauf man achten sollte.

Zuerst einmal unterscheidet man zwischen aktiv und passiv. Wobei das für viele Männer schon wieder schwierig ist. Ich kenne Männer, die total drauf stehen, wenn man ihnen den Finger in den Po steckt, bzw. lassen sich sogar einen Dildo einführen, während andere das total ablehnen. Übrigens sind die mit dem Finger im Po die schlimmsten Schwulenhasser gewesen (nur mal so nebenbei). Die Theorie, wer wie was wo wann, kann man super beim netdoktor nachlesen.

In Artikeln wie den beim Men’s Health wird geradezu Werbung für Analsex betrieben. Ich war schockiert, wie da mit dem Thema umgegangen wird. Frauen lieben es, und über 90% kommen beim Analsex, während bei normalem Sex nur 64% kommen würden. Tja, da treffen sie den Nerv der Männer. Denn Mann ist nur ein Held, je öfter und intensiver die Frau kommt (oder wie war das?). Das Hauptproblem, das ich mit diesem Artikel hatte: ich glaube nicht, dass Männer alles gelesen haben. Die haben nur die ersten, ja sind wir mal nett, 4 Absätze gelesen haben. Da geht es darum, dass Frauen das toll finden, und dass man es ihnen nur schmackhaft machen muss. Ganz unten steht dann, dass das echt weh tut wenn Mann es zu schnell, zu trocken oder zu hart macht. Ich glaube bis dahin hat es kein Mann geschafft.

Leider haut die Cosmopolitan in die gleiche Kerbe. Was ist denn nur los mit den Redakteuren? Obwohl das Thema von einer Frau geschrieben wurde, habe ich mich seltsam dabei gefühlt. Wahrscheinlich hat diese Frau nur gute Erfahrungen mit der Sache gemacht. Ich kenne aber genauso viele Negativbeispiele, und weiß, dass viele Vergewaltigungen mit Analsex einhergehen. Sorry, das wolltest Du jetzt nicht lesen ist mir klar. Aber wenn es um BDSM und Sex geht, ist der Grad zwischen Erniedrigung und Augenhöhe, Vergewaltigung und Hardcoresex echt superschmal.

Und jetzt plauder ich doch mal aus dem Nähkästchen. Ich mag Analsex. Aber nicht immer. Es gibt Tage, an denen ich superentspannt bin, und gerade wenn mein Mann mit Babyöl meinen ganzen Körper massiert, da flutscht das so herrlich, und dann kann er fast alles mit mir machen. Er ist dabei sehr sensibel, und wenn er merkt, dass alles an mir weich und bereit ist, fühlt er etwas mehr nach. Ein Vorspiel mit einem Spielzeug ist bei mir dann eher ungünstig. Denn wenn ich einmal anal gekommen bin, geht nichts mehr.

Andersherum sagt er jedoch, dass Analsex nur mit einer Mörderlatte möglich ist. So ein Halbsteifer führt da nicht zum Erfolg. Während man beim Sex „schummeln“ kann, und während Mann mit jedem Stoß steifer und härter wird, muss man beim Analsex schon Standfest sein. Schließlich sind da einige Muskeln zu überwinden, was man sonst nicht schafft. Und genau da liegt wieder das Problem mit dem Gefühl. Ich kann es den Frauen nicht verdenken, wenn sie keine Lust auf Anal haben, wenn Mann sofort reinstößt, und losrammelt. Das muss langsam gemacht werden.

Nach all den vielen Pornos die ich angesehen habe, und den Erfahrungen die ich bisher gemacht habe, bin ich immer noch der Meinung, dass Analsex immer von der Frau ausgehen sollte. Und keine der Damen sollte sich schämen darum zu bitten, oder es vorher mal selbst auszuprobieren. In der BDSM-Szene gibt es eine Vielzahl an Plugs, Dildos und Fibratoren, mit denen ein Sub bespielt werden kann – wenn man drauf steht. Analsex sollte immer eine gemeinschaftliche Entscheidung sein. Ich denke, auch für einen Mann ist es frustrierend, wenn man Anal will, aber nur Vaginal hinbekommt oder einem sogar das Spielzeug den Rang abläuft, weil Mann es nicht durchsteht (ha, ha, Wortwitz).

Männer müssen sensibler sein, und Frauen müssen lernen sich zu wehren. Und hier wieder eine meiner Geschichten: ich hatte einen Dom, der stand da total drauf. Und er dehnte super gerne vor. Dabei war er nicht zimperlich. Ich packe aber nur eine gewisse Länge, und die hatte er wirklich überschritten. Ich hatte tagelang Bauchschmerzen und Probleme auf der Toilette. Seit dem hatte ich regelrecht Angst, wenn ich merkte, dass er beim Spiel wieder meinen Po im Visier hatte, und versteifte mich total. So sollte es nicht sein. Auch wenn es zum Analsex kommt, und man sich unwohl fühlt, muss der Partner so feinfühlig sein, und sich so weit im Griff haben, dass er aufhören kann. Also ich werde, sollte mir nochmal jemand Schmerzen zufügen, gnadenlos nach hinten austreten. Egal was ich dabei treffe. Denn das ist nun wirklich nicht lustig!!!

A wie Ageplay

Nun fangen wir mal an. Der erste Begriff auf meiner Liste ist ausgerechnet das Ageplay. In der Abkürzung auch ABDL genannt, geht es hier um eine ganz spezielle Art von Rollenspiel, nämlich Vater-Mutter-Kind-Spielen. Interessante Sache, besonders für mich, die ich immer mit Kerlen zusammen war, die mindestens 10 Jahre älter waren als ich. Nie hatte ich was mit Gleichaltrigen, mal ne Fickbeziehung zu einem wesentlich Jüngeren. Und jetzt das Thema Ageplay, das mit dem Alter des Partners überhaupt nichts zu tun hat.

Unter Ageplay versteht man nicht einfach nur, das spielen von Altersunterschied. Denn es sind nicht nur ein paar Jahre die gespielt werden. Wikipedia ist da wie immer sehr theoretisch und super ausführlich. Ich persönlich fand es immer irgendwie befremdlich, bis ich mich näher damit beschäftigt habe.

Wenn man sich etwas in der Szene des BDSM bewegt, begegnet man automatisch auch Menschen (speziell Frauen) die das ausnutzen, und damit Profit machen. Ganz besonders profitabel sind dabei die Ageplay-Szenarien. Wobei hier der Klient meist in Windeln als Kleinkind behandelt wird. Laut Wikipedia liegt das in der Psyche dieser Menschen begründet. Aber auch ein Artikel im Stern stellte genau dieses Szenario dar, wobei in diesem Fall ein Pärchen berichtet, wie sie den Alltag als Daddy und Little gestalten. Zwar war der Reporter sichtlich verstört, jedoch für mich las sich das jetzt nicht wirklich schlimm oder beängstigend. Allerdings geht das auch ne Spur heftiger, siehe deshalb auch https://frechetochter.wordpress.com/tag/age-play/ hier auf WordPress.

Für mich unvorstellbar. Ich möchte nicht einen sabbernden Kerl füttern und wickeln. Mir reicht schon, wenn mein Mann sich nicht selber die Cola aus dem Kühlschrank holen kann. Ich mag Kinder, aber bitte von 0-16 Jahren, dann ist schluß mit tüddeln und bemuttern. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die keine Kinder haben, und das so ausleben möchten. Oder der super erfolgreiche Banker, der taff und unnachgiebig seine Mitarbeiter trietzt, der muss dann mal Baby sein, damit er hilflos ist. Ich persönlich regle das für mich anders. Jedoch gestehe ich jedem sein Ding zu. Das ist ja das Schöne an der Community.

Und dann habe ich vor einiger Zeit den Blog von Eisbär-Dom gelesen. Da ging es um DaddyDom und LittleGirl. Ich war bis ins Mark erschüttert, weil ich mich tatsächlich darin wiedergefunden habe. Ich stehe nicht auf Ageplay, Windelnwechseln, oder gefüttert werden. Oder doch? Ich habe plötzlich darüber nachgedacht. Und ja, tatsächlich finde ich einiges, was in seinem Blog geschrieben wird durchaus nachvollziehbar, wenn nicht sogar für mich praktikabel oder in meinen Alltag integrierbar.

Ist es denn tatsächlich schon Ageplay, wenn man möchte, dass der Partner entscheidet? Ey, ich bin ne Frau, was weiß ich was ich anziehen soll. Und wenn es schnell gehen muss, ist es denn verwerflich, wenn ich meinen Mann bitte diese Entscheidung zu fällen? Außerdem finde ich es sehr erregend, wenn er mir vorschreibt, was ich im Club zu tragen habe. Ist das jetzt Ageplay, oder schon wieder was anderes?

Es fällt mir super schwer, die Grenzen zu ziehen zwischen Ageplay und einem Fetisch. Auch die anderen Artikel die ich zu diesem Thema gelesen habe, sind da nicht wirklich aussagekräftig. Und wenn man sich mit den Leuten unterhält, die Ageplay machen, findet man auch hier gravierende Unterschiede in der Auslegung. Zum Glück bin ich dann auf Kink mit Herz gestossen, die etwas Licht in mein Dunkel brachte. Danke an dieser Stelle dafür.

In Zukunft werde ich es genauso machen wie bisher, und mir keinerlei Gedanken darüber machen, ob ich Ageplay spiele oder nicht. Schließlich hat schon meine Oma immer zu ihrem Mann „Opa“ gesagt, weil es einfacher für uns Kinder war. Mein Freund sagt zu mir „Kleines“ wenn er mich ärgern will, und ich kenne einige Paare, die haben diesen Begriff als Kosenamen neben den ganzen Tiernamen die sie sonst so verwenden. Und diese Leute wissen überhaupt nicht was BDSM oder Ageplay ist, geschweige denn, dass sie schon einmal davon gehört hätten.

Allerdings möchte ich noch eine weitere Quelle zitieren, die mir zwar mehr Fragezeichen als Antworten zu diesem Thema geliefert hat, jedoch nicht unerwähnt bleiben sollte. Die Rede ist von dem Blog von Kuddelmuddel. Das ist eine AgePlay-Community, und der Link verweist auf das Lexikon das ich für dieses Thema zu Rate gezogen habe.

Abschließend würde ich noch gerne alle im Zusammenhang mit diesem Thema gelernten Begriffe in eine für mich sinnvolle Reihenfolge bringen:

Für mich als Brat (Little, das Spaß daran findet, die Autorität des Big auf die Probe zu stellen) ist mein Mann mein persönlicher Caregiver (umsorgende, beschützende Person), der diese Rolle auch gern übernimmt. Ich ziehe keine sexuelle Lust aus AT (Adult Toddler
das Ausleben kleinkindlicher Verhaltensweisen oder Beziehungsdynamiken), ich trage keine CF (cotton feel Einwegwindel), es sei denn ich bin in „anderen Umständen“ und ich praktiziere kein CGL (Caregiver/little Form einer DS-Beziehung in der ein Teil eine väterliche/mütterliche, beschützende Rolle einnimmt und der andere Teil eine kindliche Rolle). Aftercare (Entspannungsphase oder Nachsorge nach intensivem BDSM) betreiben wir aber tatsächlich nach dem Spiel ist das jetzt noch AgePlay???

Die Liste

Es fing an mit einer Liste. Eine Aufzählung an Sachen die man mag oder auch nicht, die man mal ausprobieren möchte, oder die man auf gar keinen Fall mit sich machen lassen will. Genau so eine Liste habe ich damals, als ich angefangen habe mich für das Thema zu interessieren von einem Sadisten bekommen. Er wiederum hatte die Liste aus dem Sklavenforum. Und hier teile ich sie nun mit Dir. Meine Punkte habe ich aus verschiedenen Quellen, z. B. vom Gentledom.de. Ich werde in meinem Blog jeden einzelnen Punkt brav in einem Blog verarbeiten.

Natürlich gehört zu einem Blogbeitrag eine ordentliche Recherche, welche ich selbstverständlich mit Freude betreiben werde. Ich verspreche, ich werde körperlich an mein äußerstes gehen, um Dir eine genaue Vorstellung zu vermitteln, was die einzelnen Begriffe bedeuten.

Da ich nicht alles toll finde, manches auch nicht mache weil es mich ekelt, werde ich da dann Experten zu Wort kommen lassen. Ich muß nicht alles machen, bzw. mit mir machen lassen. Dafür gibt es Andere, die daran spaß haben. Und nun, lange Rede kurzer Sinn, ich präsentiere: Die Liste

 

BDSM darf auch Spaß machen

Wer mir jetzt erzählt, daß BDSM nur Hauen, Schlagen und Befehle befolgen ist, der irrt sich gewaltig. Für mich hat Sex immer was mit Liebe, Hingabe und Vertrauen zu tun. Und Humor. Jede Menge Lachen gehört bei mir dazu, sonst macht die Sache keinen Spaß. Wenn man nicht mehr über sich selber lachen kann, oder Geräusche die der Partner so macht, dann sollte man sofort damit aufhören.

https://de.wikipedia.org/wiki/BDSM

Das erstmal zur Klärung was BDSM überhaupt ist. Und dann ist da natürlich auch, was jeder Einzelne darunter versteht. Wo fängt es an, wo hört es auf? Das ist wie mit Fremdgehen. Bei mir fängt das mit dran denken an, beginnt mit Rumknutschen, und dann tut man ES natürlich. Sex meine ich. Mit BDSM ist es genauso.

Bei mir beginnt es schon bei einem Klaps auf den Po. Ich werde hier eine Liste von der Sklavenzentrale einfügen, denn das ist meiner Meinung nach der Inbegriff von Dominanz und Unterwerfung. Wobei man da auch wieder unterscheiden muss zwischen den Menschen, die nur dominant sind, denen die nur masochistisch sind, und denen die sich nicht entscheiden können. Sogenannte Switcher, die mal hart mal zart, mal dominant mal devot am Spiel teilnehmen. Auch möchte ich darauf hinweisen, dass ich Leute kennengelernt habe, die sich zwar einem Mann unterwerfen, einer Frau gegenüber jedoch sehr dominant orientiert sind, genauso natürlich umgekehrt.

Dieser Blog beschäftigt sich nicht nur mit Fakten. Das mal vorneweg. Ich möchte hier über meine Erfahrungen berichten, den Leser teilhaben lassen an Experimenten, die ich mit meinem Mann so mache. Wir werden sehr viel lachen, denn nicht immer klappt eine sexuelle Stelle auf Anhieb, genauso macht nicht alles Spaß. Deshalb bestehe ich auf Unvollständigkeit.

Ich möchte hier einiges „abarbeiten“ was ich immer schon mal ausprobieren wollte, mich austauschen über Dinge die wir so machen, und gerne natürlich auch Kommentare lesen und testen was Anderen zu dem Thema so einfällt. Um eine lange Liste zu erhalten, nehme ich einfach eine schon vorgefertigte Liste, die man auf einschlägigen Seiten bekommt.

Diese Listen sind für Menschen zusammengestellt worden, die ihre Grenzen ausloten wollen. Aufgelistet sind Gelüste und Stellungen, Methoden und Spielarten. Wie gesagt: nicht alles gefällt jedem. So hat mein Mann Vorlieben, die ich so nicht teile. Als Sub würde ich mich diesem Willen beugen müssen. Jedoch gilt bei uns vor allem: Spaß. Wenn ich also etwas nicht möchte, wird mein Mann auf keinen Fall über meinen Willen hinweg Dinge von mir verlangen, die mich demütigen, verletzen oder mir seelischen Schaden zufügen.

Also, let’s do it – get dirty. Oder in unserem Fall: kinky. Mit meinem Blog möchte ich Wissen vermitteln, und mit Vorurteilen aufräumen. BDSM ist nichts für Könner, aber auch nichts für Anfänger. Getan wird was gefällt. Und das Thema umfasst mehr als nur schlagen, quälen, Orgasmen und Lustschmerz.

Ich freue mich auf eine herausfordernde Zeit, und viele neue Abenteuer. Schön, daß Du dabei bist.