Interview mit Michel dem neuen Gastautoren

hier gehts zur Vorstellung des neuen Gastautoren Michel. Vielleicht hast Du schon gesehen, dass es einen neuen Reiter gibt mit dem Titel Gastautoren. Hier veröffentlichen Blogger Artikel zum Thema bzw. posten Geschichten usw.

Bisher gibt es nur Michel. Aber wenn auch Du Dich angesprochen fühlst, etwas für den Blog schreiben möchtest, dann würde ich mich total freuen, wenn Du mich anschreibst, und wir machen auch ein Interview und Du bist in der Autoren-Familie herzlichst willkommen!

Bist Du schon am Boden oder bist Du Bottom?

„Ich bin ein kleines, dreckiges Miststück und ich habe es verdient von Dir geschlagen und benutzt zu werden. Ich diene meinem Herrn gerne. Mein Platz ist knieend vor dir auf dem Boden mit nach oben gerichtetem Blick. Hoffnungsvoll wartend was mein Herr von mir verlangt. Jede Dienstleistung werde ich mit Freuden tun. Ich bin Bottom“

Natürlich kann ich es nicht so schön formulieren wie diener der SHI, weil ich es nicht so lebe. Dennoch war ich in BDSM-Beziehungen immer nur Bottom. Der Bodensatz. Am Boden. Kriechend vor meinem Herrn, lechzend nach seinen Bestrafungen und den Qualen, die er mir zufügt. Krankes Spiel? Mitnichten. Jeder lebt seinen Sex auf eine andere Art aus. Mein Spiel hat sich verändert als ich meinen Mann kennenlernte und begann mit ihm zu spielen. Trotzdem ist er mein Top und ich sein Bottom.

Auf wikipedia sieht man das typische Bild, wenn unsereins an Bottom denkt aus dem Jahr 2002 mit der knieenden Sub. Als ich das damals gesehen habe, wollte ich das unbedingt auch. Diesen Gehorsam, diese Disziplin, verbunden mit den Strafen und der Erniedrigung. Jedoch habe ich für mich ganz klar eine Rangordnung erkannt. Devot ist nicht gleich Bottom und TPE ist das Unterste. Ein Bottom ist natürlich devot. Ganz klar. Jedoch bedeutet es für mich noch mehr. Während eine devote Frau sich zwar unterordnet, darf sie trotzdem ihre Meinung sagen, mitbestimmen wie und was gespielt wird. Ein Bottom darf das nicht. Es ist ihm ausdrücklich verboten eine eigene Meinung, geschweige denn ein Mitbestimmungsrecht zu haben. Diskussionen darüber gibt es viele.

Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, wenn es um Bottom, Top, Dom, Sub usw. geht. Ich denke, das ist eine Verständnisfrage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Ich selbst möchte kein Bottom sein. Ein Dom sagte mal zu mir: „es gibt Wölfe und Schafe; du bist Gras“. Damals war ich Bottom. Unterwürfig. Unwürdig. Ich wurde geschlagen, verhöhnt, gequält und gezüchtigt. Er wollte mich zu einer demütigen Sklavin machen. Einer willenlosen Sexsklavin, die ihm jeden Wunsch erfüllt, die er verkaufen und wegsperren kann. Aber das bin ich nicht. Dazu ist mein Willen zu ausgeprägt, mein Freiheitsdrang zu intensiv. Für mich bleibt nur eine devote Rolle.

Auch zu diesem Thema habe ich natürlich gegoogelt, und bin auf einen super Artikel gestoßen. Hier wird nicht nur erklärt was damit gemeint ist, sondern auch der Vergleich gezogen, so wie ich es oben versucht habe. Was ich in diesem Zusammenhang super interessant fand war die Tatsache, dass Bottom auch in der Homo-Szene verwendet wird (siehe da). Während manche es neutral halten wollen, hauen andere voll zu und scheuen sich nicht ihr Tun zu hinterfragen.

Topping from the Bottom

Was soll das denn nun schon wieder? Ich dachte, wenn ich Bottom bin, dann bin ich unten, werde mit dem Stiefel immer weiter in den Dreck getreten und muss mich fügen? Nein, Topping from the Bottom ist eine weitere Spielart. Hier geht es plötzlich nicht mehr darum, dass Sub gehorchen muss. Viel mehr switcht der devote Part in den dominanten, und jetzt gibt plötzlich der Untergebene die Befehle und steuert das Spielgeschehen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass jeder Dom sofort aufstöhnt und NEIN schreit. Wer gibt schon gerne die Kontrolle ab, wenn es grad mal so schön ist. Fesselblog nennt es eine „verkehrte Welt“ und hat damit recht. Selbst ich als Wunschzettelsub kann mir schwer vorstellen, wie es ist, wenn ich gefesselt vor meinem Herrn liege und plötzlich sage, dass ich das nicht machen möchte, sondern er sich jetzt mal gefälligst meinen Wünschen zu beugen hat. Mein Mann würde vor lauter Lachen nichts mehr zustande bringen. Es ist ja auch lächerlich. Und ich bin mir nicht sicher, ob in einer echten BDSM-Beziehung Topping from the Bottom praktiziert wird.

Schließlich ist ja die Unterwerfung der Kick, den man beim Spiel hat. Ein Erklärungsversuch von fetisch.de hilft mir da nicht beim Verständnis. Ich will einen Dom. Einen Herrn, der mich mit harter Hand führt. Keinen Waschlappen, der rumdiskutiert: magst du das wirklich Schatz? Nein, ich will Befehle: knie dich hin, blas mir einen usw. Ich will eine Gerte, die mir den Hintern versohlt, wenn ich nicht spure. Und ich will Wäscheklammern als Belohnung, wenn er gekommen ist, und ich eben noch nicht. Das macht für mich ein Machtgefälle aus.

Trotzdem bin ich kein Bottom. Ich sage, wann wir spielen und wie lange. Ich sage Stopp, wenn es mir zu heftig wird, oder wenn was weh tut. Ich halte es nicht aus. Ich ertrage nicht stumm die Pein. Ich bin eben devot. Als Bottom hätte ich diese Möglichkeit nicht. Wahrscheinlich wäre ich dann geknebelt, damit ich meinen Herrn nicht bei seiner Arbeit störe. Als Bottom habe ich keine Wahl wann das Spiel startet und wann es endet. Als Bottom bin ich in der ewigen Warteschlange. Auf Gedeih und Verderb und den Launen meines Tops ausgeliefert. Das ist meine Qual, das ist mein Lustgewinn.

Und egal was jemand sagt, es ist meine Wahl. Ich als Bottom habe immer die Möglichkeit nein zu sagen. Ach, und noch was. Als gestern mein Mann und ich total fertig vom Spielen ausgepowert nebeneinander lagen, flüsterte er: „das war ganz schön pervers“. Nein, das war es nicht. Pervers ist es nur, wenn es nur einer mag, und den anderen dazu zwingt. Ich will es. Ich habe den Vorschlag mit der Plastikdecke im Bett gemacht, und ich habe die Kerzen und die Klammern hingelegt. Ich habe sogar den Tag festgelegt, an dem ich leiden möchte. Also hat die Wunschzettelsub mal wieder ihren Willen bekommen.

Auch in einer Bottom-Top-Beziehung könnte es so ablaufen. Schließlich wählen wir unsere Geschichte selbst. Immer! Und um das mal auf Stino-Ehen zu beziehen: wenn ein Mann täglich seine Frau verprügelt, weil er ein Choleriker ist, dann hat das mit BDSM oder Spielen überhaupt nichts zu tun. Das ist häusliche Gewalt. Aber trotzdem wird ihn seine Frau nicht verlassen, weil sie ihn liebt und den ganzen anderen Mist, den sie sich über Jahre hinweg eingeredet hat. Wenn man Bottom ist, hat man diese Wahl selbst getroffen, die geschlagene Frau hat das nicht.

Ach, und noch was: selbst, wenn ein Schläger immer behauptet seine Frau zu lieben, ist er doch ein menschenverachtender Mistkerl. Ein Top dagegen liebt seinen Bottom. Ein Dom liebt seine Sub. Sie werden immer zusehen, dass es dem unterlegenen Teil gut geht. Und sie leiden seelische Qualen, wenn sie verlassen werden. Deshalb denke ich, dass eine BDSM-Beziehung immer ehrlicher ist, als es eine Stino-Beziehung je sein wird!

D & S

So, jetzt ist es so weit. Ich durchbreche die Regeln, und unterbreche das BDSM-ABC um von B nach D zu springen. Für einen Kontrollfreak wie mich ist das eine Höchstleistung. Aber da das Thema des Blogs ja BDSM ist, kann ich nicht dauernd nur so Kinkerlitzchen schreiben ohne auf den Punkt zu kommen. D & S, domination & submission, denial & service, wie auch immer man es übersetzen möchte spielt eine elementare Rolle beim Spiel.

Diesmal gibt der Blick auf wikipedia keine neuen Informationen, dazu ist das Thema zu umfassend gehalten. Außerdem stellt sich jeder etwas anderes darunter vor. Die elementare Frage daher lautet: wer bin ich? was bin ich? wo will ich hin? Was das mit DS zu tun hat? Ganz einfach. So zwanglos und emotional BDSM auch ist, stecken wir uns doch in Schubladen. Entweder biste dominant, oder devot, oder Switcher. Chamäleons wie ich, sind aber keine Seltenheit. Das ist ja das Problem der ÜberDoms wie ich sie gerne nenne.

Dröseln wir doch das Ganze mal andersherum auf. Ein Dom ist eine dominante Persönlichkeit, die das Geschehen leitet, ihren Willen durchsetzt und nach Belieben Ungehorsam bestraft und gutes Verhalten belohnt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Person männlich, weiblich oder divers ist. Es ist ebenfalls nicht immer der Fall, dass die Person im realen Leben genauso dominant ist. Vielleicht ist es eine kleine Kassiererin, oder ein unterbezahlter Arbeiter der von seinem Chef gemobbt wird. Selbstverständlich kann es aber auch der reiche Schnösel sein, der seine Angestellte schikaniert, und für den Frauen nur als Spermamülleimer dienen. In dieser Welt ist alles möglich. Nichts ist wie es scheint.

Und warum sollte nicht auch ein erfolgreicher Banker, der den ganzen Tag Befehle erteilt und massig Kohle scheffelt sich bei einer Domina entspannen? Endlich mal die Seele baumeln lassen, indem er gefesselt am Kreuz steht, und die Peitsche knallt. Schließlich entspannt jeder auf seine eigene Weise. Und was hinter verschlossenen Türen abgeht, sollte nun wirklich wertfrei und geheim bleiben.

Bei unrealities.com habe ich einen schönen Artikel gefunden, der sich diesem Thema angenommen hat. Deshalb schiebe ich gleich noch einen Artikel hinterher, bei dem DS als Überbegriff bezeichnet wird. Dem kann ich so nicht ganz zustimmen. Deshalb habe ich eingangs auch DS mit denial & service übersetzt. Habe ich irgendwo mal gehört, und fand ich in diesem Zusammenhang sehr passend.

Denial & service = Verweigerung und Dienst übersetzt. Verweigerung deshalb, weil vieles sowohl vom Dom als auch vom Sub verlangt wird. Der Dom verweigert den Sex, bestraft den Ungehorsam; verweigert Schläge, weil Sub extrem maso ist und sie möchte; die Liste ist lang. Aber auch der Sub verweigert sich. Er verweigert sich selbst und kasteit sich um dem Herrn/der Herrin zu gefallen. Ein Beispiel: mein Mann schenkte mir neue Liebeskugeln. Also musste ich die sofort ausprobieren. Ich lief also den ganzen Tag damit rum, und war Abends so rattig, dass ich ihn fast aufgefressen hätte. Er aber schob mich nur weg, mit den Worten: „ach Schatz, jetzt nicht, grad schlecht“. Ich war wütend und enttäuscht. Schließlich trug ich weder ein Halsband, noch stand es ihm zu, so mit mir umzuspringen außerhalb des Spiels. Und trotzdem kam ich aus meiner Rolle der Sub nicht raus, und anstatt mich zu befriedigen nahm ich die Kugeln raus, reinigte sie, räumte sie auf, und wartete. Ich muss dazu sagen, morgens als M noch schlief konnte ich mich allerdings dann nicht mehr beherrschen, und mit ein paar Handgriffen war sein Schwanz so knüppelhart, dass ich mich fast aufgespießt hätte, als ich ihn bestieg.

Also was bin ich jetzt? doch ein Switcher? Ich schreibe nun diesen Blog schon eine ganze Zeit. Und bevor ich damit angefangen habe, habe ich mich immer als masochistische Sub bezeichnet. Immer schön zu Diensten. Deshalb auch denial and service. Zu diensten sein. Ich möchte kniend vor meinem Herrn sitzen, ihn mit treuem Hundeblick ansehen, und den Kopf gestreichelt bekommen. Hörig darauf ihm jeden Wunsch zu erfüllen, auch wenn das jetzt im Moment gegen meinen Willen wäre. Denn genau das bedeutet das Spiel: willenlos, dienbar, dehnbar, unterwürfig, entschlossen. Ich begebe mich in die Hände meines Dom um mich von ihm erziehen und führen zu lassen, damit ich seine treue, ergebene Dienerin bin. Das bedeutet Service für mich.

Bei der Recherche stieß ich auf einige Probleme: kaum ein Treat behandelt das Thema D&S einzeln. Immer ist die Rede von BDSM und dabei gerät D&S total in den Hintergrund. Ich finde das schade.

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, Dich in meine Welt mitzunehmen. Hier bekomme ich Input, lerne interessante Menschen kennen, und kann mich über Erfahrungen und Erlebnisse austauschen.

Natürlich ist so eine Sexbörse nicht jedermanns Sache, für mich jedoch war es die Befreiung von moralischen Ketten und die Hinführung zu dem was ich immer sein wollte.

Im JOYclub.de lernte ich zum ersten Mal Menschen kennen, die mich nicht dafür verurteilten dass ich auf Schmerzen stehe. Ganz im Gegenteil, ich erfuhr, dass es Leute gibt, die wesentlich krasser drauf sind als ich. Der Austausch mit diesen Menschen gibt mir Vertrauen, und ich halte mich nicht mehr für psychisch total durch den Wind, weil ich lieber am Boden liege (siehe Bottom) und extreme Probleme damit habe meine Meinung auszusprechen. Ich dachte immer, ich sei kaputt, weil ich einen Mann mit Führungsqualitäten wollte. Einen der auf den Tisch haut, und mir genau sagt, was ich zu tun und zu lassen habe. Nein, alles völlig normal. Ich bin normal. Mein Sex ist normal. Und wer was anderes denkt, der kann einfach weiterklicken oder hält sich einfach von mir fern.

Denn mal ganz ehrlich, insgeheim träumt jeder Kerl davon, dass eine Frau ihm jeden Wunsch erfüllt. Und ganz tief drin ist jede Frau eine Domina die gerne mal die Peitsche schwingen würde, um ihrem herrischen Chef den Arsch zu versohlen. Also so viel dazu. Zum Abschluss würde ich gerne noch auf eine Geschichte verweisen, die mich derzeit in ihren Bann zieht, und die ich in diesem Zusammenhang passend fand. Danke Michel!

Was ist der Unterschied zwischen Blowjob und Deep Throat

Das meist diskutierte Thema im Netz, Zuhause oder bei Mädelsabenden. Wann fängt Deep Throat an, wie macht man es, kann man es lernen, oder ist es einfach nur ein Blowjob?

Ich mache es. Und ich steh total drauf. Aber es war ein langer Weg, bis ich vom einfachen Blowjob zum Deep Throat kam.

Fangen wir klein an. Bei wikipedia bekommt man einen schönen Einstieg, wer alles Fellatio betreibt. Natürlich werden da die sexuell ausgelassenste Affenart, die Bonobos, genannt. Aber mal ehrlich, die ficken den ganzen Tag, da war das jetzt nicht wirklich überraschend. Manchmal wünschte ich, ich wär ein Bonobo ^^ Faszinierend fand ich jedoch, dass auch Flughunde und sogar angeblich ein Känguru dabei beobachtet wurden. Also ist ein Blowjob ganz was natürliches.

Und woher kommt nun der Begriff jemandem einen blasen? Nun laut check.toys gibt es zwei mögliche Erklärungen. Entweder weil der Vorgang aussieht, als würde man an einem Musikinstrument reinblasen, oder von „blowoff“ was übersetzt so viel wie „etwas ohne große Anstrengung beenden“ im Amerikanischen heißt. Und ich finde, das kommt der Sache am nächsten. Tatsächlich ist es so, dass fast jeder Mann durch Fellatio einen Orgasmus bekommt, während Sex nicht immer stimulierend genug ist. Weiter geht es in dem Artikel, dass Prostituierte in England Blowies oder Blower genannt wurden, weil ihre Arbeit sich unterhalb der Gürtellinie also „below job“ abspielte.

So viel zur Theorie. Wie macht man es denn nun? Ganz zu Anfang habe ich ein paar Links gepostet. Natürlich sind das noch lange nicht alle, denn dieses Thema war gefühlt in jeder Frauenzeitschrift schon mindestens einmal in der Diskussion. Deshalb fange ich gleich mal beim Männermagazin an. Schön geschrieben, ohne Frage. Was allerdings außer Acht gelassen wird: nicht jede Frau wird gefragt, und wenn Frau das Beste Stück in der Hand hat, und mal testhalber mit der Zunge drüber fährt, wird das noch lange kein Blowjob. Ich bin immer wieder erstaunt, wie Männer ticken, und sich einbilden wenn ne Frau nur rumspielt, dass sie alles bekommen ohne was dafür tun zu müssen.

Ich glaube, deshalb ist BDSM so praktisch für männliche Doms. Bei befragten 50 Männern, gaben 49 an, durch Fellatio in Stimmung zu kommen, und sich wünschen würden ihre Partnerin würde ihnen einen blasen, was sie aber in 20 Fällen nicht tut. In einem einzigen Fall konnte der Glückliche sogar berichten, dass sie „es schluckt“. Und dieser Umstand lässt viele Männer sich in Richtung BDSM orientieren, da der Wille einer Sub Nebensache ist, und er sie gewollt zwingen darf nicht nur zu blasen, sondern auch „den ganzen Saft“ abzulecken oder runter zu schlucken. In der Szene habe ich Blowjobs und ganz besonders Deep Throat wesentlich öfter erlebt und geben müssen, als in Stinobeziehungen (auch wenn sie, siehe oben, sich einen wünschen).

Dazu muss ich noch sagen, dass ich persönlich am Anfang meiner Blowjob-Erfahrungen immer mit Würgereiz zu kämpfen hatte. Ich habe allerdings einen sehr kleinen Mund, den ich nicht sehr weit öffnen kann. Schon mein Zahnarzt kämpfte damit, und Männer beschwerten sich häufig, dass ich meine Zähne benutzen würde. Tat ich nicht, ich bekam nur den Mund nicht weit genug auf. Da hilft oft eine Hand, mit der man den Penis stimuliert, und ihn deshalb nicht ganz in den Mund nehmen muss wie beim Deep Throat. Und genau das ist der Unterschied: Blowjob = nur mal anlecken, Deep Throat = verschluck das Ding du Sau.

Und dann kam der Moment, wo mein Dom von mir einen Blowjob wollte. Er rammte seinen harten Schwanz bis zum Anschlag in meinen Mund. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ich musste würgen, bekam keine Luft mehr, und war mitten im Deep Throat. Ein Blowjob war für mich schon schwierig genug. Jedoch einen Penis mit gewisser Länge und Breite komplett zu schlucken ist echt harte Arbeit. Mann stellt sich das so einfach vor, drückt gerne sogar den Kopf der Partnerin noch tiefer, damit sie ihn bis zum Anschlag im Mund hat. Genau das ist aber das Problem: ein Rachen ist nicht lang genug. Selbst ein kleiner Penis kommt unweigerlich ans Zäpfchen wenn er hineingestoßen wird, und dann beginnt der Würgereflex.

Im Porno sieht das ganz einfach aus. Ich jedoch kam mir wie ein Schwertschlucker vor. Mein Dom war da ganz pragmatisch, und hat mich üben lassen. Was er mir damals nicht sagte, und was ich Dir heute ans Herz lege: laß Dich nicht zwingen. Denn wenn der Würgereflex erstmal einsetzt, kann es sein, dass er nicht wieder aufhört. Manchmal sogar so schlimm wird, dass Du Dich übergibst, oder eine Panikattacke bekommst. Ja, ich kenne Frauen, die stehen auf diesen Kick, und machen weiter obwohl sie würgen. Und nein, ich kann das nicht. Bei mir ist dann Schluss. Jedoch wenn man festgeschnallt in Position gebracht wird, muss man es über sich ergehen lassen. Mein Dom war da echt hart, und schimpfte sogar, dass wenn ich ihm auf den Boden kotze, ich alles auflecken müsste. Andererseits kenne ich genug Männer, die bei Würgegeräuschen sofort aufhören, weil sie Sympathiekotzer sind.

Mittlerweile weiß ich, wo meine „schluckbare Größe“ liegt, und in welcher Position ich meinen Kopf haben muss, um noch ein paar Zentimeter gut zu machen. Ich persönlich mag es nicht rücklings über die Bettkante zu hängen und den Kopf in den Nacken zu legen. Finde ich unbequem. Die Variante wo ich vor ihm kniee und quasi parallel seine Latte in meinen Mund nehme ist mein Favorit. Allerdings hat mein Mann den perfekten Penis. Und egal wie sehr er ihn mir ins gierige Maul drückt, ich würge nicht, und finde es super erregend. Kann aber auch daran liegen, dass ich geübt habe. In den meisten Artikeln wird eine Zahnbürste empfohlen, was ich persönlich nicht zielführend finde. Ich empfehle einen Dildo. Der hat schon mal die richtige Größe und man kann sich an das Thema Deep Throat langsam herantasten.

Noch ein wichtiges Thema: wohin mit dem Sperma. Zuerst mal, jeder Kerl schmeckt anders. Ich persönliche habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Männer wie Salzwasser schmecken. Problem, denn auch davon wird mir schlecht. Natürlich bevorzugt Mann es, wenn die Frau den Blowjob auch zu Ende bringt, und sie in ihrem Mund ejakulieren. Wenn es aber scheiße schmeckt, und schon der Liebestropfen Würgreiz hervorruft, kann ich verstehen, warum so viele Frauen das nicht wollen. Und welche Frau lässt sich das Ejakulat ins Gesicht spritzen???? Ein weiterer Punkt ist die Ansteckungsgefahr. Deshalb ist es einfacher, auch beim Blasen ein Kondom zu verwenden. Dann hat man den üblen Geschmack von vornherein nicht, und man kann es bis zum Schluss machen. Eine Erfahrung möchte ich Dir trotzdem noch mit auf den Weg geben: das Kondom muss passgenau sein. Wenn es das nicht ist, kann es passieren dass Du beim Einatmen bzw. ansaugen zu viel Gummi „verschluckst“ und wieder der Würgereflex einsetzt, ähnlich wie wenn Du eine Spaghetti nur halb im Hals stecken hast. Echt ein übles Gefühl!

Ganz andere Erfahrungen hat da Michel gemacht, der im BDSM-Bereich viel weiter geht als ich. Auch MySecretLust hat sich damit vor einiger Zeit auseinander gesetzt und sollte deshalb nicht unerwähnt bleiben. Wer sich also hier bei wordpress mal umschauen möchte, findet einige Autoren die sich diesem Thema gewidmet haben, entweder aktiv oder passiv, als Forscher oder Entdecker, als Erklärbär oder mit eigenen Erfahrungen aufwarten. Mein Tipp: probier’s einfach mal aus. Ich steh drauf, egal ob ich meinen Kerl wahnsinnig mache weil ich an seiner Eichel lutsche, oder nachdem er anfängt zu stöhnen dann seinen kompletten Schwanz schlucke. Jeder sollte dieses Erlebnis für sich selbst bewerten und wenn man nicht drauf steht, sich auf keinen Fall zwingen lassen.

B wie bisexuell

Das hier wird ein Herzensthema. Denn die sexuelle Orientierung spielt in jeder Altersklasse und in jeder Gesellschaftsschicht eine sehr große Rolle. Wer mit wem wie Sex hat, bewegt die Gemüter. Schon immer. Dabei sollte es das Natürlichste auf der Welt sein. Ist es aber nicht. Entweder es wird offen darüber geredet und jeder tut seine Meinung darüber kund, oder es wird ausgeklammert und eisern geschwiegen. Beide Varianten sind gleichermaßen falsch. Deshalb liegt mir dieses Thema am Herzen und beschäftigt mich schon mein ganzes Leben lang. Wer bin ich? Wen liebe ich? Wie habe ich mit wem Sex? Warum ist das so? Bin ich kaputt? Für mich als Teenager war es einfacher als jetzt als erwachsene Frau mit über 40 Jahren auf dem Buckel. Aber von vorne:

Laut wikipedia bezeichnet Bisexualität die Liebe zu beiden Geschlechtern. Wobei das Wort an sich geschlechtsneutral ist. Also sowohl ein Mann als auch eine Frau kann als bisexuell bezeichnet werden, oder sich selbst als Bi bezeichnen. In den Medien ist es schon seit vielen Jahren ein immer wieder stark diskutiertes Thema. Und in den Zeiten öffentlicher Liebe, der Heirat von Homosexuellen, und Polyamor-Beziehungen wird es immer schwieriger, sich zu entscheiden was man wirklich ist. Gofeminin hat dazu einen sehr schön geschriebenen Artikel veröffentlicht. Bei meinen Recherchen stieß ich dann unweigerlich auch auf „die alte Meinung“. Bisexualität wäre nicht normal, und findet nur im Kopf statt. Interessanter Weise stammt dieser Satz aus einem Artikel der Ärztezeitung. Aber genau das trifft die Meinung, die mir mit meiner geschlechtlichen Unentschiedenheit entgegenprallt.

Ich kann mich nicht entscheiden. Ich will es auch nicht. Und jedes Mal, wenn ich mich auf einem Portal angemeldet habe, kam irgendwann die Frage: welche sexuelle Orientierung. Hetero – homo – Bi. Was soll ich da antworten? Ich liebe Frauen. Sie riechen gut, fühlen sich gut an, und sie küssen himmlisch. Heißt das ich bin lesbisch? Nein! denn ich habe noch nie mit einer Frau geschlafen. Ich war immer nur mit Männern zusammen. Also was heißt das jetzt? Bi interessiert? Wahrscheinlich, denn wenn ich mich mit lesbischen Frauen unterhalten habe, dann haben die mich als hetero abgestempelt (siehe auch). Ich gehöre also nicht dazu.

Klar habe ich in meiner Jugend mit Frauen rumgeknutscht. Sonst wüsste ich das ja nicht. Und ich hätte mir gut vorstellen können, auch mal eine anzufassen, oder mit ihr Sex zu haben. Aber nur mit einer Frau, das wäre unvorstellbar. Mir würde da etwas fehlen. Also bleibe ich bei den Männern. Schließlich bin ich in einer festen Partnerschaft (siehe auch). Ach ja, das ist auch so ein Thema. Männer können sich sehr gut vorstellen eine zweite Frau im Bett zu haben. Also der berühmte Dreier. Denken die wirklich, dass eine Frau nicht nur den Partner teilt, sondern auch noch eine Frau, also das gleiche Geschlecht, anfasst, wenn sie nicht irgendwie bi veranlagt wäre? Und warum ist es für Männer so unvorstellbar sich eine Frau zu teilen?

Diese Fragen kreisen in meinem Hirn, während ich so über das Thema Bi schreibe. Denn in der deutschen Gesellschaft ist es immer noch verpönt, wenn ein Mann darüber spricht, einen Dreier mit einem anderen Mann gehabt zu haben. Oft werden diese Kerle, dann ausgelacht, so als würden sie es nicht bringen. Ich finde das ungerecht. Ein Mann, der es mit zwei Frauen macht, ist ein Held, und einer der sich mit einem Geschlechtsgenossen die Frau teilt ein Looser? Nein, da kann was nicht stimmen. Und so sehe ich das auch nicht mit dem Bi-sein.

Aber was ist es denn dann? In einem Sexforum bin ich auf Antworten zu dieser Frage gestoßen. Jedoch statt einem AHA, kam es bei mir zu noch mehr Fragezeichen im Kopf. Ab wann fängt bi an, und wo endet hetero? Ist eine Frau automatisch bi, nur weil sie ihrem Mann den Gefallen tut und die andere Frau in seinem Bett berührt, weil ihn das geil macht? Oder ist nur die Frau bi, die mit Strap-on ihre Partnerin fickt und sonst mit einem Mann in einer Beziehung lebt und mit diesem Sex hat. Bin ich schon bi, weil ich gerne mal wieder mit einer Frau rumknutschen möchte, oder erst dann, wenn ich die Frau ausziehe und sie befriedige oder sie mich.

Fragen über Fragen. Eigentlich wollte ich mit diesem Blog doch Antworten geben. Aber diesmal werde ich die wohl schuldig bleiben müssen, weil mir sowohl die Ahnung als auch das Wissen fehlt. Wobei das eher förderlich als hinderlich war, denn Männer finden es sehr erregend, je unorientierter die Frau ist. Im BDSM kann diese Erregung so weit gehen, dass gleichgeschlechtlicher Sex erzwungen wird (siehe hier). Jedoch bleibt für mich die Frage, warum ist es für deutsche Männer so schwierig zum bi-sein zu stehen, während in anderen Kulturen das zum täglichen Leben gehört.

„Du gehörst nicht dazu“ war ein sehr aufschlussreicher Artikel, den ich in diesem Zusammenhang gelesen habe. Denn genau das ist es. Nur ein kleines Beispiel: ich traf mich mit einem jungen Mann zum Essen, und wir unterhielten uns über unterschiedlichste Themen, unter anderem auch über Sex. Er erzählte mir, dass er sehr gern in die Sauna gehe, und vor kurzem ein Pärchen dort kennengelernt hätte. Sie hätten sich dann bei dem Pärchen im Garten getroffen, wo sie auch eine Sauna haben. Als er dann so am Pool stand, und sein Handtuch vom Boden aufheben wollte, näherte sich der Mann von hinten, und steckte ihm den Penis in den Anus. Er war überrascht, wie angenehm und sexuell erregend das war. Vor dieser Situation hatte er nie darüber nachgedacht, sogar es als eklig empfunden, wenn eine Frau an seinem Hintern rumspielte. Durch dieses Erlebnis angespornt, forschte er in dieser Richtung weiter nach, und entschied für sich, dass er bi sei. Jedoch viel es ihm wahnsinnig schwer mit Anderen darüber zu reden. Und in seinem Profil auf einer Datingplattform gab er diese Neigung ebenfalls nicht an. Also was ist los mit unserer Gesellschaft, die mittlerweile sogar Schwule und Lesben (sorry, wenn Du einer dieser Gruppen angehörst, ist nicht abfällig gemeint) anerkannt sind, heiraten dürfen, und nicht sofort einen Shitstorm ernten, wenn sie sich in der Öffentlichkeit küssen.

In der heutigen Zeit hat doch niemand mehr ein klares Ziel. In der Sexualität ist erlaubt was gefällt. Und was hinter verschlossenen Türen abgeht, hat keinen was anzugehen. Wie man seine Befriedigung erlangt, ist individuell. In meinem persönlichen Fall sogar von Tagesform, Wetterlage, Umfeld und den mich umgebenden Menschen abhängig. Also bleibe ich weiterhin unentschlossen, erforsche jede sich mir bietenden Gelegenheit, und bin dann eben bi-interessiert.

Fazit: lebe lieber unentschlossen, denn ein bisschen bi schadet nie ^^

Bastonade

Zuerst einmal, nein, das steht nicht in der Liste. Eigentlich wollte ich das komplett auslassen muss ich ehrlich gestehen. Zu stark weicht es von dem ab, was ich ertragen kann und ich möchte es auch nicht ausprobieren. Allerdings muss ich hier gestehen: ich kann mich gar nicht satt lesen am Blog des Kettensklaven und seinen Erfahrungen. So Michel, jetzt ist es raus und offiziell: ich bin Dein Fan. Und genau aus diesem Grund schreibe ich heute dann doch diesen Blogbeitrag.

Eins noch vorneweg, bevor ich endlich das Thema angehe: ich habe Michel gefragt, ob er mal einen Beitrag verfassen möchte, und er hat zugestimmt. Also vielleicht liest Du in Zukunft auch mal etwas von ihm hier im Blog. (Danke Michel!)

Bei meiner Recherche stieß ich auf diese Anzeige und musste so schmunzeln, dass ich sie Dir nicht vorenthalten wollte. Verwöhnprogramm für die Füße. Das klingt echt hübsch. Wenn man allerdings ersmal weiß, was Bastonade wirklich ist, dann empfinde zumindest ich es nicht mehr als verwöhnen, sondern als Folter. Aber mal ganz von vorne. Bastonade bezeichnet laut wikipedia eine Foltermethode bei der mittels eines Rohrstockes oder anderen Schlaginstruments Schläge auf die nackten Fußsohlen verteilt werden. Bei der Bestrafung und Gefügigmachung von Sklaven (hier meine ich Plantagensklaven, keine BDSM-Sklaven), Gefangenen oder Straftätern und um sie an der Flucht zu hindern. Ich habe sogar ein Buch darüber gefunden.

Da ich viel über diese Themen im Internet recherchiere, gab ich auch diesmal den Begriff ein, und erhielt kaum Treffer. Dementsprechend nehme ich an, dass auch in der BDSM-Community die Bastonade nicht so verbreitet ist. Auch in meinem favorisierten Fesselblog wo ich gerne mal den einen oder anderen Begriff nachsehe steht diesmal nur eine sehr allgemeine Erklärung.

Im orion-Blog wird es dann schon genauer, und über peitsche.de kann man auch den geeigneten Partner dafür finden. Und da sind wir wieder bei Michel, der sich absichtlich und immer wieder dieser Folter aussetzt. Ich muss sagen, dass ich beim Ansehen des Videos jedes Mal zusammenzuckte und quasi mitlitt. Wobei ich denke, dass sein Stöhnen eher Lust als Schmerz ausdrückte. Nun, jedem das Seine. Und natürlich darf auch der österreichische Beitrag nicht fehlen: sexmagazin.at.

Ich hätte wirklich gern mehr zu dem Thema geschrieben. Aber bei einer Praktik die mir so dermaßen fremd ist, die mir schon beim Gedanken unerträgliche Schmerzen bereitet, fehlen mir die Worte. Ich habe mir mal einen Reißnagel in die Ferse getreten. Ich konnte tagelang nicht auftreten. Und das war der Teil des Fußes wo noch Hornhaut ist. Bei der Bastonade wird der Mittelfuß, also der weiche Teil wo keine Hornhaut ist, geschlagen. Das könnte ich nicht aushalten. Für mich hat Masochismus mit angenehmen Schmerzen zu tun. Ja, auch ich kann manchmal nur unter Schmerzen sitzen, wenn mein Mann mich von einem Orgasmus zum anderen treibt, und das letzte Quäntchen, der finale Orgasmus, nur noch durch spanking erreicht werden kann. Aber das ist ein anderes Thema.

Noch weitere Meinungen zum Thema Bastonade findest Du hier.

B wie beissen

Ich wünsche Dir ein frohes, neues Jahr – hmm, nee, das wird wohl nix. Aber trotzdem war gestern Silvester, und wir haben den Jahresabschluss gefeiert mit einem echt pappsüssen Mitbringsel einer Freundin. Also bitte verzeih die Rechtschreibfehler, mir ist immer noch schlecht!

Beißen ist nicht knabbern. Für mich fängt es jedoch damit an. Wie immer möchte ich ein paar Verlinkungen zum Verdeutlichen meiner Meinung beifügen, und dabei bin ich auf die Leserbriefe von Michel gestoßen, wo er Bilder mit eingestellt hat. Ja, genau so sieht es manchmal aus, wenn man gebissen wird. Sieht schmerzhaft aus, blutig und man hat da sehr lange was von. Deshalb darf dieser Punkt auf einer Liste mit Vorlieben auf gar keinen Fall fehlen.

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich ein wildes Wesen bin. Mein Sexleben war immer schon heftig und in den Augen der Stinos brutal. Das heißt nicht, dass ich nur so zum Orgasmus komme, nur daraus Befriedung ziehe. Aber wenn in meinem Kopf der Schalter sich umlegt, dann bin ich nur noch Hormon, und ich kann mich und meine Lust nicht mehr bremsen. Dann beiße ich in den Hals meines Partners, knabbere an seinem Ohr und manchmal auch an den Brustwarzen. Zum Glück steht mein Mann auf sowas. Die meisten anderen Partner wollten das nicht. Für sie war es undenkbar, dass eine devote Frau aufmuckt, und ihren Herrn beißt.

Bevor ich jedoch näher darauf eingehe, ein wichtiger Hinweis: Beißen ist Körperverletzung und kann nicht nur mit einer empfindlichen Geldstrafe, sondern auch mit Gefängnis geahndet werden. Wer sich also im BDSM-Bereich, besonders im SM-Milieu bewegt, muss sehr vorsichtig sein. Nicht jeder empfindet es gleich. Deshalb gibt es Listen, Absprachen und sogar Verträge. Ich erinnere mich noch gut an diesen Wetterfrosch, wie hieß er doch gleich? Egal, ich hatte das Thema damals mit sehr großem Interesse verfolgt. Schließlich ging es darum, dass die Beiden einvernehmlich (dachte zumindest der Mann) SM-Sex hatten. Die Frau trug dabei Spuren davon, und verklagte den berühmten Fernsehmann wenige Zeit später, er hätte sie vergewaltigt. Und sie bekam Recht und er verlor alles. Ich weiß gar nicht, was aus ihm geworden ist. Ich habe das damals nicht verstanden. Schließlich wollte sie es. Ich habe damals gesagt, sie hätte ihn nur verklagt, um berühmt zu werden, und Kohle zu machen. Aber auch das tut nichts zur Sache. Man muss immer genau darauf achten was man mit wem tut. Wer die Welt des BDSM betritt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Folter, Schmerz, und die damit einhergehenden Spuren danach noch lange Zeit sichtbar sein können.

Schließlich empfindet auch jeder das anders. Und, was noch viel wichtiger ist, jeder möchte es auch anders. Nicht nur wo man hin gebissen wird, sondern auch mit welcher Intention und Spuren sind bei einem Leben in der Öffentlichkeit manchmal sehr negativ. Nicht jeder Chef oder KollegeIn findet es super, es kann sogar so weit gehen, dass Hilfe angeboten wird. Wie soll man dann darauf reagieren? Nein, sorry Leute, ich steh da total drauf?! Ich musste mir viele blöde Kommentare anhören, wenn ich mit Knutschflecken oder Bisswunden am Hals zur Arbeit kam. Von „na, Vampire gehabt heute Nacht?“ bis hin zu „bist du nicht zu alt für sowas“ war echt alles dabei. Stino-Mitmenschen können grausam sein. Und es liegt an jedem selbst wie offen er mit seinem Sexleben umgeht – schließlich muss man auch die Konsequenzen tragen.

Was für mich auch sehr interessant war: beißen ist ein Fetisch?! Wusste ich gar nicht. Ich muss wirklich mal recherchieren was genau ein Fetisch ist. Freue mich schon auf Listenpunkt F wie Fetisch, denn darunter habe ich mir immer eine Vorliebe wie Lack und Leder vorgestellt. Aber jetzt wo ich so drüber nachdenke …… eine Vorliebe….. eine Spielart, auf die man steht, die man gerne ausübt oder mit sich machen lässt. Und ich persönlich steh da total drauf. Wenn mein Mann mir an den Brustwarzen knabbert, und dann anfängt richtig heftig reinzubeißen, dann ist mein Verlangen auf die Knie zu gehen, und seinen Schwanz in meinem Mund zu haben kaum zu unterdrücken. Es ist mittlerweile ein nicht wegzudenkender Teil unseres Spiels. Und auch Nachts, wenn er Lust hat, braucht er nur kurz an meinen Brustwarzen zu saugen und zu knabbern, und ich falle über ihn her.

Also doch ein Fetisch? Bei meiner Recherche habe ich durch Zufall auch einen Artikel von der Zeit gefunden, und kam aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Wer schreibt denn sowas? So ohne Gefühl und ohne Verstand. Der Reporter hat bestimmt keinerlei Erfahrung damit. Es ist, wie sich mit einem Stino-Menschen über Sexuelle Vorlieben zu unterhalten. Man wird angeguckt, als hätte man nicht mehr alle Tassen im Schrank, und wäre nicht normal. Trotz Büchern wie „50 Shades of Grey“ sind solche Praktiken immer noch unverstanden. Klar, wenn ich nur einmal im Monat Sex habe, und dabei immer unten liege und kaum zum Orgasmus komme, noch nie auf einer Pornoseite war, und kein Spielzeug besitze, dann kann ich schon verstehen warum diese Leute von BDSM erschrocken und angeekelt sind.

Überhaupt ist es für viele Menschen schwer, sich über Sex, Fetische und/oder BDSM auszutauschen. Mir persönlich gelang das erst in einem Forum wo es eben nur um Sex geht. An dieser Stelle möchte ich mich auch beim Fesselblog bedanken, die wie immer die richtigen Worte fanden. Genau so ist es: alles liegt im Auge des Betrachters. Wenn ich als Sub mich beißen lasse, jedoch genauso gerne selber beiße, weil ich mit meinem Partner und Mann eben diesen Fetisch habe und auslebe, dann ist es genau richtig. Wenn gebissen wird, obwohl der Partner das nicht möchte, beginnt die Grenzwanderung. Entweder, wie im Fall von Michel, gehört das zur Erziehung eines Sklaven, und da muss er durch; oder es ist ein klarer Tabubruch, der bis zur Strafverfolgung vor Gericht gehen kann.

Sex ist ein super schwieriges Thema. Ich glaube, ich habe es schonmal erwähnt. Was man mag ist was gefällt. Und jeder ist anders. Manchmal ist es gewollt gebissen zu werden, zum Beispiel wenn man seine Partnerin von hinten wie ein Hund besteigt, dann kann es sehr erotisch und erregend sein. Als Vorspiel oder zwischendurch um den anderen anzuheizen. Jedoch muss immer ganz klar sein, wer beißen darf und wieviel Schmerz der andere ertragen kann und möchte.

In diesem Sinne: beiß Dich durch, und geh bissig ins Jahr 2021! Wir lesen uns…

And last but not least A wie Ausleihen

Ausleihen, verleihen, vermieten, verkaufen, oder welchen Ausdruck man immer für das Weitergeben eines Sklaven hat. Es kommt immer aufs Gleiche raus. Dabei geht es hauptsächlich um die Sache (Sklave) die an einen anderen Herrn/Domina weitergegeben wird, um Geld zu verdienen, oder nur um dem Anderen Spaß und Freude zu bereiten.

Jetzt möchte ich aber doch noch mal kurz ausholen, weil mich das Thema wirklich beschäftigt. Das Verleihen findet sich nicht nur in der BDSM-Szene, sondern wird unter anderem Namen auch beim Swingern oder Partnertausch praktiziert. Ja, einige werden sagen, das ist ganz was anderes, aber mal ehrlich: ist es das? Es geht darum, dass man nicht mit seinem eigenen Partner Sex hat, sondern mit einem anderen. Beim Swingern mag es noch aus freien Stücken sein, selbstbestimmt und gewollt. Aber wenn einem der Partner Zweifel kommen, oder er keine Lust auf diesen Tausch hat, ist es doch schon Zwang. Auch wenn man es nur tut, weil der Partner gerne zugucken will, und man es „ihm/ihr zuliebe“ tut ist es fremdbestimmt.

Und genau da möchte ich mein Thema ansetzen. Denn alles was mit Zwang und Fremdbestimmung zu tun hat, gehört für mich in den Bereich des DS. Einer bestimmt, der andere folgt. Hier spielt der eigene Wille keine Rolle mehr. Auch wenn das in diesem Fall von beiden Seiten gewünscht wird. Es gehört zum Spiel. Davon möchte ich persönlich mich jedoch ganz weit distanzieren. Es kam für mich nie in Frage verliehen, getauscht oder verkauft zu werden. Das ist in meiner Vorstellung ein no-go. Ein Vertrauensbruch, der Missbrauch gleichkommt. Ich für mich könnte das nicht, und würde sofort die Beziehung zu meinem Dom beenden. Das Spiel findet nur zwischen ihm und mir statt. Er weiß, was ich ertragen kann, und kennt meine Schmerzgrenze. Und obwohl ich mich als maso bezeichne, habe auch ich eine Grenze des Erträglichen. Beim Ausleihen würde diese Grenze verschwinden. Mein Leih-Herr könnte alles mit mir machen, und müsste immer brav „danke“ sagen. Nein, das ist überhaupt nicht mein Ding. So viel Erniedrigung ertrage ich nicht. Als ich den Blog eines 24/7-Sklaven gelesen habe, wurde mir erst klar, in welche Gefahr ich mich begeben hatte, ein Spielzeug eines sadistischen Doms sein zu wollen und was es eigentlich bedeutet Sklavin zu sein. Nein, das bin ich nicht. Auch deshalb werde ich den Bericht so neutral zu halten versuchen, wie nur möglich.

Es gibt für diese Spielart einige Foren, an erster Stelle möchte ich da ein sehr bekanntes, jedoch nicht nur auf BDSM bezogenes lenken. JoyClub.de bietet die Möglichkeit mit Anderen und deren Vorlieben in Kontakt zu treten. Quasi eine Partnersuchbörse für Sex. Natürlich darf der Link zu gentledom in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Mehrfach in meinem Blog habe ich schon auf dieses Forum verlinkt. Allerdings muss ich immer nur mit einer Gänsehaut kämpfen, wenn ich Anzeigen wie bei erotikmarkt.de lese. Liegt aber auch daran, dass ich mit solchen Beschimpfungen im Allgemeinen nicht so gut klarkomme. Ja, Sklaven muss man erniedrigen. Aber das hat für mich persönlich nichts mehr mit Spiel zu tun, sondern mit Hass, Folter und Ablehnung. Aber wie gesagt, ist nur meine persönliche Meinung. Es gibt selbstverständlich Menschen die darauf stehen.

Nicht unerwähnt möchte ich mal wieder EisbaerDom und seinen Blog lassen. Hier schreibt er sehr anschaulich, wie so etwas normaler ablaufen könnte. Unter MindGames findet sich im Fesselblog sogar ein Video. Bei der Recherche zu diesem Blogbeitrag hatte ich einige Sklavenberichte gelesen, und war schockiert. Auch ich war einmal das Spielzeug, und nach einiger Zeit des Duckens und Erleidens konnte mich mein Meister nicht abrichten. Zu sehr ist mein Wille ausgeprägt, zu tief sitzen einige Wunden aus der Vergangenheit, als dass ich mich jemals so erniedrigen lassen könnte. Danke an den Fesselblog, jetzt kann ich wieder ruhig atmen, denn es geht halt echt auch anders.

Wie Du siehst, beschäftigt mich das Thema auch sehr emotional. Nein, mein Mann und Dom würde mich niemals ausleihen. Ich glaube eher, er würde auf den Mann losgehen, wenn mich jemals ein Kerl ansprechen, oder gar anfassen würde. Das Spiel findet nur zwischen uns statt. Eine andere Frau – kein Problem. Aber Sex mit einem anderen Kerl? Ich glaube, dann müsste er schreiend auf dem Feld stehen, und an einen Baum treten vor Wut. Nicht, dass er es nicht wollen würde. Er für sich könnte sich gut eine andere Frau vorstellen. Zum Glück gibt es für alles Portale und Suchmöglichkeiten. Und pscht, auch mein Mann und ich haben uns über so eins kennengelernt.

Aber ich denke es macht einen Unterschied, ob man sich hingibt, unterwirft bzw. dominiert oder fremdbestimmt oder eine Beziehung hat. Ja, auch ein Sklave liebt seine Herrin/Herr aber auf einer ganz anderen Basis. Ja, auch ein Sklave kann Angst vor der Beendigung des Verhältnisses haben. Aber ein Sklave wird niemals zu Familienfeiern mitgenommen, wird niemals Teil des Lebens seines Besitzers sein. Es sei denn als benutzbares Spielzeug. Deshalb gibt es auch so wenige Sklaven, die es genießen benutzt, beschimpft, verliehen oder verkauft zu werden. Für alle anderen ist das nur ein Spiel. Für einen wahren Sklaven ist das Lebensinhalt.

Nochmal: das ist meine persönliche Meinung. Ich bestehe auf Unvollständigkeit, Ungenauigkeit und zu wenig Informationen. Jetzt bin ich gespannt, wie die Kommentare ausfallen. Denn zu diesem Thema haben bestimmt viele Leute andere Meinungen.

A wie Augen verbinden

Eigentlich ist es Weihnachten, und ich hatte beschlossen, die sinnlichen Tage über auszuspannen und nicht zu bloggen. Äh Schreibfehler. Besinnliche Tage, sinnlich ist was anderes. Und genau da war der Haken. Mein Mann und ich wollten wirklich Weihnachtsstimmung. Kauften extra einen Baum, mit Kugeln und Lichterkette. Irgendwie wollte sich kein Hosianna-Hochgefühl einstellen. Mag es an Corona liegen, oder am fehlenden Schnee. Nobody knows. Ich für meinen Teil liege dann den ganzen Tag auf der Couch, esse Weihnachtskekse, und gucke Weihnachtsfilme. Nur nicht dieses Jahr.

Denn was schenkt man dem Mann, der schon alles hat? Genau, ein neues Spielzeug. Ich hatte mir bei eis.de ein paar Liebeskugeln bestellt. So schwere aus Metall. Und war total gespannt. Dabei bin ich über einen Vibrator gestolpert, der sowohl für die Frau, als auch für den Mann zu verwenden ist. Nichts zum einführen, denn dadrauf steht M so überhaupt garnicht! Trotzdem gab es laut Bedienungsanleitung über 10 Varianten. Da erwacht natürlich mein Forscherdrang. Gesehn, gekauft, und so kam es, dass Weihnachten nicht besinnlich, sondern ziemlich sinnlich und versaut wurde. Wir kamen vor lauter Ausprobieren garnicht mehr aus dem Bett – zum Glück ist Corona, und wir haben keine Familienfeier ^^

Aber nun zum Thema. Obwohl, so weit habe ich mich davon nicht entfernt. Denn als ich mit meinem Mann und dem Spielzeug an ihm herumexperimentierte, stellten wir Beide fest, dass es zwar sehr erregend ist, er jedoch niemals einen Orgasmus haben würde, da er zu unkonzentriert war. Und damit sind wir im Thema: wenn man die Augen verbindet, beraubt man seinen Partner eines Sinnesorgans, und somit konzentriert sich der Partner mehr auf Anderes wie Fühlen, Schmecken, und Riechen.

Für einen Dom ist Augen verbinden ein no-go. Er ist schließlich der dominante Part. Derjenige, der das Spiel bestimmt. Er verbindet die Augen, und er erlöst aus dieser Fessel auch wieder. Wenn man jedoch wie mein Mann und ich ein Verhältnis auf Augenhöhe hat, dann geht es nicht nur um schlagen und quälen, sondern kann es gerne auch mal zärtlich und experimentell zugehen. Da wird dann Augen verbinden zu einem Abenteuer, das unartig gesteigert werden kann, oder im Kuschelsex endet.

In Filmen wie „50 Shades of Grey“ oder anderen Erotikstreifen gilt das Augen verbinden als Steigerung der sexuellen Lust. Ja, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Jedoch sollte man immer bedenken, dass nicht jeder so empfindet. Für mich zum Beispiel ist es ganz wichtig, wie mir die Augen verbunden werden. Ich habe extreme Platzangst, und wenn mir jemand eine Maske überstülpen würde, oder ein Tuch meine Nase bedeckt, dann bekomme ich eine Panikattacke. Das ist natürlich nicht Sinn und Zweck dieser Sache. Deshalb sollte man vorher unbedingt klären, ob Augen verbinden gewünscht ist, und ob der Partner irgendwelche Ängst diesbezüglich hat. Währenddessen muss man den Partner auch immer gut im Auge behalten, denn selbst wenn keinerlei Bedenken bestehen, kann es ein Restrisiko geben. Und Atemnot, Herzrasen oder auch nur eine allergische Reaktion auf die Augenbinde müssen unbedingt vermieden werden!

Leider wird in Artikeln immer nur der Vorteil des Augen verbindens beschrieben, und das meist relativ kurz z. B. bei Wunderweib. Was mir in diesem Zusammenhang auch aufgefallen ist, dass sich die meisten Artikel nicht allein mit dem Augen verbinden aufhalten, sondern es nur als sexuelles Experiment deklarieren, das kein eigenes Element des Spiels darstellt. Ich finde jedoch, dass das definitiv nicht wahr ist. Denn manche Dinge kann man nur mit verbunden Augen machen, und in manchen Situationen ist es sogar ein wichtiger Bestandteil des Spiels, wenn es nicht sogar selbst das Spiel ist.

Ich muss gestehen, dass ich noch nie so weit gegangen bin. Deshalb ist das Folgende ein Bericht eines Freundes. Er erzählte mir, dass er auf einer Fetisch-Party war, wo ein Dom seine Sub nicht nur an einer Leine führte, sondern die Frau auch verbundene Augen hatte. Und weil das nicht reichte, konnte sie durch ihre Maske auch nichts hören. So etwas nennt man sensorische Deprivation. Sie stolperte also ihrem Herrn hinterher, aller ihrer Sinne beraubt, zuckte bei jeder Berührung zurück und erschrak dauernd. Für ihn als Sadist war diese Foltermethode sehr interessant anzusehen. Als er mir jedoch die Geschichte erzählte war ich erschrocken und mir wurde sofort mulmig.

Wie viel Vertrauen muss man zu seinem Herrn haben, dass man sich ihm so dermaßen ausliefert? Wie in dem oben verlinkten Artikel von wikipedia, kann dieser Sinnesentzug Haluzinationen oder Schlimmeres hervorrufen. Natürlich ist das nur über einen kurzen Zeitraum. Jedoch wer schon einmal in einem stockfinsteren Raum nach dem Lichtschalter gesucht hat, wird meine Panik verstehen können. Ich für mich kann mir so etwas nicht vorstellen. Und deshalb gibt es Listen wie meine. Das kann manchmal den Abend bzw. das Spiel retten.

Ich für meinen Teil bleibe da lieber bei einer losen Schlafmaske, die zwar nicht komplett blind macht, bei der ich mich aber wohl fühle. Auch so begebe ich mich in die Hand meines Mannes. Jedoch ist in unserem Fall das Spiel ein ganz anderes. Da kommt Öl und Massage, streicheln und Geruch ins Spiel. Ich könnte mir zwar auch gut vorstellen, eine dieser Kerzen zu verwenden, jedoch weiß ich nicht, ob ich mit verbundenen Augen Sex haben möchte. Bei meinem Mann ist es klar. Er braucht das Visuelle. Ohne zu sehen, wie viel Spaß es mir macht, kommt auch er nicht in Stimmung. Deshalb wird dieser Blog erstmal im Schlafzimmer weitergeführt, um zu erkunden, wem was gefällt, und wie man den Anderen blind zum Orgasmus streicheln kann.

Somit wünsche ich Dir, lieber Leser, noch fröhliche Feiertage. Ich möchte mich bedanken, dass Du meine Seite gefunden hast, und Du meinen Beitrag liest. Eine sinnliche Zeit, viel Spaß beim Experimentieren und immer schön kinky bleiben.

Aufgaben und Rituale Teil 2

nach dem Spiel

Nachdem ich Dich so auf die Folter gespannt habe (kicher) möchte ich natürlich jetzt einen Erfahrungsbericht abgeben. Aber wer mich kennt weiß, dass ich nicht einfach so über Stellungen, Aufgaben oder Praktiken schreibe. Diesmal möchte ich sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ich hätte gerne Trommelwirbel: hier beigefügt ist ein kleines Interview das ich mit M, meinem Dom, geführt habe nachdem er fertig mit mir war.

Erste Frage: Was dachtest Du, als Du den Blog gelsen hast? M: „ich hab mich voll gefreut. Endlich werde ich mal mit eingebunden, und darf mitmachen. Ich habe überlegt, was ich mit dir am Samstag machen will; und jedesmal hab ich nen Steifen bekommen“ lacht

Ja, ich war auch gespannt. Und dachte schon, dass nichts laufen wird, weil er mich die ganze Woche über ignoriert hat. Selbst am Freitag, am Tag davor, war er den ganzen Tag im Büro, und Abends zockte er die ganze Nacht mit Kumpels so einen doofen Egoshooter. Am Samstag dann war er zurückhaltend, nur ein kleines Küsschen zum Frühstück, einkaufen, und wieder saß ich allein im Wohnzimmer auf der Couch. Ich war sauer, beleidigt, enttäuscht, und dachte insgeheim, was für ne saudumme Idee mit dem Blog.

Zweite Frage: Was beeinflusst wie Du spielst? M: „ich sehe gerne zu, wenn meine Partnerin leidet. Ich mag den schmalen Grad zwischen Lust und Schmerz. Ich kann das fast selber spüren. Das erregt mich so sehr, fast mehr, als wenn ich ihn ihr nur profan reinstecke. Je nachdem wie stressig und ärgerlich mein Tag war, desto mehr quäle ich, und dann kann ich schon mal ganz schön pervers werden“

Ich dachte mir dann auch nichts dabei, als er mich fragte, ob ich mit ihm eine Zigarette rauchen wollte. Wir saßen dann so vor seinem Rechner, als er einen Porno einschaltet. Laaaaaaaangweilig denk ich mir so, als er auf einen Selbstgedrehten zappt. Das war echt geiler Scheiß. Der Typ hat seine Partnerin über 30 Minuten lang mit Wäscheklammern gequält und sie kam mehrfach. Und ja, sowas erregt mich dann doch ziemlich. Ihn wohl auch, denn er fing an meine Brüste zu kneten, zwirbelte die Brustwarzen und ich wurde feucht. Ich muss dazu sagen, dass es mich wahnsinnig erregt, wenn er das tut. Einmal hab ich sogar einen Orgasmus dabei bekommen, obwohl er nur meine Brüste malträtierte. Unglaublich!!!!

Ich komme vom Thema ab. Die nächste Reaktion meines Körpers bei Brustfolter ist, dass ich unbedingt seinen Schwanz blasen möchte. Es ist wie eine Sucht, mein Mund fühlt sich leer an, und je stärker der Schmerz, desto größer das Verlangen ihm einen zu blasen. „Du bist da wie ein Staubsauger“ (Aussage M). Also rutschte ich von meinem Stuhl, kniete mich vor ihn hin, und blies ihn mit Hingabe. Natürlich deep throat und selbstverständlich alles schlucken und danach sauber lecken. „Schatz, der Boden ist neu“. Da gab es keine Befehle, das war ganz natürlich, und so läuft es öfter bei uns. Ein Ritual? Vielleicht. Was weiß ich schon über Rituale und Aufgaben. Natürlich habe ich darüber geschrieben. Aber um einen eifrigen Leser zu zitieren: „BDSM iss ja ziemlich neumodisch und hat mit den alten Sadomaso Praktiken wenig gemein. Früher ging es darum Frauen gefügig zu machen/halten, heute ist es wohl mehr eine Traumatabewältigung auf sexuellen Niveau.“ Genau das ist eben mit M anders. Und deshalb ging es folgendermaßen weiter:

Er war fertig, zog sich wieder an, nahm mich an der Hand, und zog mich ins Schlafzimmer. Dort musste ich mich ausziehen, er legte mir das Halsband um und ich wurde aufs Bett gelegt. Cunnilingus, der Begriff wird bestimmt nochmal in der Liste auftauchen, ist ja nicht so mein Ding. Aber wenn M mit seiner Zunge meinen Kitzler stimmuliert, und an meinen Schamlippen knabbert, komme ich innerhalb kurzer Zeit zum Orgasmus. Aber das reichte ihm nicht. Wieder im Büro angekommen, für die Kippe danach, zog er mir den Rock hoch, und machte diesen speziellen Griff an meiner eh schon geschwollenen Möse, dass ich anfing zu squirten. Ich hasse das! Das ist nicht nur Folter, sondern absolut nur sein Ding. Da ich jedoch im Schlafzimmer das Halsband angelegt bekommen hatte, musste ich gehorchen. Mein ganzer Rock war tropfnass, und der arme Boden teilweise wohl auch.

Nächste Frage: Warum hast Du das gemacht? M: „Ich steh da total drauf. Dieser Kontrollverlust erregt mich total. Da brauche ich gar keinen Sex, da sehe ich dir nur gerne zu, wie du vor Lust spritzt und mich danach vorwurfsvoll ansiehst.“ wischt sich einen imaginären Speichelfaden vom Mundwinkel

Und dann legte er los. Noch völlig geflasht von dem Orgasmus kniete ich vor dem Stuhl, wärend er mit geübter Hand mir die Liebeskugeln einführte. Nein, nicht einfach nur zwei Kugeln am Rückholbändchen. Die gemeinen Dinger mit Vibration und Fernbedienung. Da war kein klarer Gedanke mehr bei mir. Nur noch Lust und Hormone, der Wunsch noch einen Orgasmus, und noch einen und noch einen. Er hielt mich locker eine Stunde auf diesem Niveau. Immer mal die Geschwindigkeit und Intensität verändernd. Totaler Kontrollverlust. Ja, da steht er drauf wenn ich, seine persönliche Sexsklavin, vor Lust mich an ihm reibe, um einen Fick bettle und er mich quälen darf. Fast über fünf Stunden quälte er mich, ließ mich kommen, quälte weiter, und ich durfte nur hin und wieder an seinem erregten Glied lecken, oder ihn mit den Händen berühren. Es ging die ganze Zeit über nur um mich. Keine Ahnung wie viele Orgasmen ich hatte. Mein Gehirn war völlig Matsch, und hätte er nicht so Hunger gehabt, dann hätten wir keine Pause eingelegt.

Frage: „Wie lange hast Du mal eine Frau bespielt? Wo liegt Dein zeitlicher Rekord?“ M: „Das waren diese Nächte, wo wir nie zum Schlafen kamen….kannst du dich noch erinnern, als du geschlafen hast, und ich an dir rumgespielt habe, und du erst aufgewacht bist, als du auf mir gesessen und mich geritten hast…….“ (Das war zwar nicht die Frage, aber interessant zu wissen)

Also für einen Mann wird es immer anders sein, als für eine Frau. Ein Dom wird das Spiel immer anders interpretieren als ein Sub. Ich habe mich mal mit einem weiblichen Dom unterhalten, die war total begeistert, als ihr Sub sich vor ihr auf den Boden legte. Totale Hingebung nannte sie das. Gehört bestimmt auch zu den Aufgaben eines Sub. Welche Aufgaben habe eigentlich ich? Und welche hatte ich gestern? Mir kam es so vor, als ginge es nur darum mich so oft wie möglich kommen zu lassen. Ja, ich wurde gequält, aber hauptsächlich hatte ich Orgasmen.

Und so habe ich mal M gefragt: Was sind meine Aufgaben? Habe ich welche? M: „Klar, deine Aufgabe ist es, ein Halsband zu tragen, einen Minirock ohne Unterwäsche, und natürlich mit dem Vibroei einkaufen zu gehen. Von Felatio und ficken rede ich da garnicht, das ist selbstverständlich“ sprachs mit süffisantem Grinsen im Gesicht.

Bei mir ist allerdings nach einer ganzen Reihe von Orgasmen der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr komme, sondern nur noch gequält werden möchte. Als guter Dom kommt M dieser Bitte immer nach. Die Gerte hängt bei uns am Bettpfosten, und ist jederzeit griffbereit. Deshalb versohlte er mir gestern mehrere Minuten lang den Hintern, bis ich den lang ersehnten Orgasmus hatte. Allerdings als er mir das Halsband abnahm, geschah es wieder. Ich switchte. Keine Ahnung warum, aber wenn ich so häufig gekommen bin, so dermaßen gequält wurde, dann ist es, wie wenn man einen wilden Hund von der Leine lässt: er rennt los, und verbeißt sich. In meinem Falle ich in meinen Dom, der dann nicht mehr mein Herr, sondern nur noch ein Kerl ist.

Vom Halsband befreit biß ich ihm erstmal kräftig in den Hals, leckte seinen Bauch hinunter bis zum Schwanz, fing genüsslich an ihn zu saugen und brachte ihn so in Stellung. Ms Blick verschleierte sich, und ich sah dass er willenlos war. Noch mit dem Vibroei in mir (das natürlich noch brummte) bestieg ich meinen Mann, und fickte ihm das Hirn raus. Leider war schon nach dreimal kommen der Punkt erreicht, dass er mich runterzog. Ich habe es aber auch schon geschafft, dass er mich gebeten hat aufzuhören (zufriedenes Grinsen).

Ich bin schon lange nicht mehr so schnell eingeschlafen wie gestern. Auch heute noch kann ich ihn in mir spüren, und wenn sich mein Bademantel verschiebt, sehe ich, wie seine Hand in meine Richtung zuckt. Nein, mit tut nichts weh. Ob ich heute eine Fortsetzung plane? Wer weiß, vielleicht ficke ich ihn nachher nochmal ordentlich durch. Quasi als Rache für gestern…….obwohl, ist es wirklich eine Bestrafung, wenn er dabei so viel Spaß hat?

Zum Abschluss noch eine Frage, rein aus Neugier: Ist es eigentlich anders mit mir? Ich meine fühlst, spielst, oder quälst Du mich anders als Deine vorherigen Subs? M: „ja, Liebe macht da viel aus. Ich quäle dich weniger, achte mehr auf Signale. Und 24/7 käme mir mit dir nie in den Sinn. Es ist was ganz anderes, nicht nur Gefühlsmässig. Ich will dir nicht weh tun, und auch morgen noch benutzen können“ guckt entschuldigend. „Du weißt schon was ich meine oder? Es ist auch nochmal was anderes wenn man zusammen wohnt, oder sich nur zum Spielen trifft.“

Fazit: es war ein wunderschöner Samstag Nachmittag, an dem wir viel über einander gelernt haben, ich viel erfahren habe, und wir massig Spaß hatten. Ich denke, das machen wir bald mal wieder….