Was hat Erziehung mit BDSM zu tun 2

Ja, hatten wir schon. Aber ich muss dazu einen Nachtrag einschieben. Wie heißt das so schön, wenn ein Journalist etwas schreibt, es nicht der Wahrheit entsprach, und er es dementieren muss? BDSM ist Erziehung in reinster Form. Und doch ist es eher wie die Abrichtung eines Tieres. Der Sklave möchte erzogen, abgerichtet werden. Es ist nicht wie bei einem Kind, dem man etwas beibringt, und es freiwillig sich an die Regeln hält.

Ich gehe sogar so weit, dass devote Personen immer den Wunsch haben zu dienen. Egal in welcher Konstellation, ob nur ein paar Spielstunden oder Tage, oder 24/7. Als Sub möchtest Du Deinem Herrn/Herrin gefallen. Du tust alles, um ihn/sie zufrieden zu stellen. Auch wenn es über Deine Kraft geht, es Dir schwerfällt, oder Du das Gefühl hast zu scheitern. Und das hat mit Erziehung nichts mehr zu tun, sondern gehört für mich klar in die Welt der Abrichtung.

Es gibt so viele Spielbereiche im BDSM wie Füße, auf die ein Sklave abgerichtet werden kann. Gelesen bei Michel, der schon länger lebt, wovon ich nur träume. Ich habe es versucht, bin aber gescheitert. Ich hatte einen Herrn, der mich abrichten/erziehen wollte. Wir hatten bei einem netten Gespräch in einem Café alle Parameter geklärt, und waren uns einig, dass wir nie Sex haben werden da er verheiratet ist. Und meine Abrichtung zielte vor allem auf das Aushalten von Schlägen aus. Zur Belohnung wurde ich gefesselt. Er war ein sehr erfahrener Rigger und ich wollte das schon länger mal ausprobieren.

Schon beim ersten Spieltreffen packte er mich an den Haaren, fesselte meine Beine und Hände, so dass ich wie ein Päckchen verschnürt am Boden vor ihm lag. Dann zog er seine Hose aus, und ich musst ihm einen blasen. Sein Schwanz war länger als gedacht, und ich musste würgen. Sofort packte er mich am Hals, und mit drohender, aggressiver Stimme schnauzte er mich an: „wenn du kotzen musst, leckst du danach alles wieder auf. Also wehe du kotzt“. Mir liefen die Tränen runter, und als er in meinem Mund kam, hätte ich fast alles wieder ausgespuckt, weil es so schrecklich schmeckte. Es war mehr, als ich ertragen konnte. Als er fertig mit mir war, löste er meine Fesseln, und zog mich an sich. Er streichelte mich, und lobte mich. Als wir später bei einer Cola zusammen saßen meinte er, das wäre nur ein Test gewesen, wie weit er gehen kann. Und er wäre begeistert, dass ich so dienbar bin.

Ich war nur einige wenige Monate in seinem Besitz. Aber er machte immer klar, wer der Herr ist, und seine Strafen waren drakonisch. Ich wollte es so. Ich habe ihn nie angefleht mich weniger zu schlagen, oder mit weniger Härte vorzugehen. Ganz im Gegenteil, ich ertrug die Schmerzen und bettelte oft nach mehr. Als sein Spielzeug war es meine Aufgabe meine Schmerztoleranz immer weiter zu erhöhen, sodass ich auch mit blutigen Striemen noch sitzen konnte. Er ist stark. Sehr stark. Handwerker. Und wenn er mit voller Wucht sein Paddel schwang, dann war meistens mit dem ersten Schlag der Hintern schon rot. Und das Paddel hatte er immer in der Hosentasche stecken.

Er wollte mich zu seinem Schlagzeug abrichten. Die Schläge prasselten manchmal nur so auf mich nieder. Ich merkte, wie sich meine Haltung veränderte. Immer wenn ich in seine Nähe kam, zog ich den Kopf ein, und wartete darauf geschlagen oder gepackt zu werden. Wenn wir im Club waren, war mein Platz zu seinen Füßen. Andere durften mich anfassen, manchmal auch über den Kopf streicheln. Aber selbst bei der Begrüßung von Bekannten musste ich fragen, ob ich ihnen die Hand geben durfte. Ich lernte schnell. Er war sehr zufrieden mit mir. Aber ich merkte, wie ich mich veränderte, und im realen Leben nicht mehr klarkam.

Wenn man sich dazu entscheidet diesen Weg zu beschreiten, und aus dem Spiel eine Abrichtung wird, dann hat man sich schon lange vorher dazu entschlossen. Und wie ich gestern schrieb, ist submission eine Veranlagung. Es wird immer Menschen geben, die sich lieber unterordnen als den Chef raushängen zu lassen. Genau aus diesem Grund hatte ich keinen Hund. Ich wollte nicht dauernd Befehle erteilen. Tu dies, lass das. Das liegt mir nicht. Ich bin für die individuelle Entfaltung eines Jeden. Macht mich das zu einem perfekten Spielzeug? Ja, wahrscheinlich. Erleichtert es mir das Knien und die Anbetung meines Herrn? Ja, unbedingt! Schätzt mein Herr diesen Wesenszug? Ich denke doch.

Für einen dominanten Menschen ist es schwer sich unterzuordnen. Sich an Regeln zu halten, die man nicht selbst gemacht hat. Vielen mächtigen Menschen fällt es auch schwer überhaupt zu erkennen wie Andere ticken. Entweder aus Desinteresse oder einfach aus der Tatsache heraus, dass sie es gewohnt sind ihren Willen zu bekommen. In einer Beziehung bedeutet das, dass es entweder ständig Streit gibt oder sich der Partner unterordnen muss. Und somit hat der dominante Part dann wieder seinen Willen.

Gelesen hat man das ja schon öfter in 50 Shades of Grey, Devoted, bei Needies Blog und auch bei Michel. Für mich ist er das Paradebeispiel eines gut erzogenen Sklaven. Da müssen Leute wie ich erstmal hinkommen. Meine Hingabe gilt meinem Herrn nur für die Zeit des Spiels. Auch wenn ich mich im Alltag mühe, meinem Mann alles recht zu machen, ohne Halsband gefügig bin, trotzdem habe ich einen eigenen Willen den ich kommuniziere. Es gibt viel zu viele Anlässe, an denen ich meinem Unmut Luft mache, ihn in Frage stelle, oder gar an ihm zweifle. Selbstverständlich möchte ich das ändern. Schließlich habe ich es gut in seinem Besitz. Er sorgt für mich.

Ich habe noch so viel zu lernen. Und wenn er nicht mehr diskutiert, sondern gleich die Gerte rausholt, dann kann aus uns eine beiderseitig erfüllende Sklaven-Herr-Beziehung entstehen. Ich freue mich schon drauf, wenn ich ihm willenlos dienen darf. Wenn sich mein Kopf endlich nicht mehr dagegen wehrt, sondern mein ganzes Dasein nur noch einem Zweck dient: sein Lustgewinn, seine Befriedigung, sein Besitz zu sein.

Was hat Erziehung mit BDSM zu tun?

Nichts! Klar, wenn man sieht, wie ein Dom seiner Sub Befehle erteilt und sie sich ihm unterwirft; wenn ein Sklave voller Hingabe seiner Herrin jeden Wunsch erfüllt; oder ein TPE sein Leben aufgibt, um nur doch 24/7 auf den Knien zu verbringen, könnte man annehmen, dass der dominante Teil den devoten unterworfen, erzogen und gezwungen hat so zu werden. Aber das ist nicht wahr.

Als ich heute aus dem Fenster sah, beobachtete ich meine Nachbarin. Sie ist mittlerweile nur noch Haut und Knochen. Ein Kind an der Hand, eines lief mit einem Stock voraus, das Einjährige vor den Bauch geschnallt läuft sie mit gesenktem Kopf, und hängenden Schultern. Eigentlich kann das Baby schon laufen. Mittlerweile ist es fast so groß wie die kleine Frau selbst. Aber ihr Mann sagt, dass das besser ist. Ihr Mann sagt auch, dass er keine Zeit hat mit den Kindern zur Schule zu laufen, deshalb macht sie das. Ihr Mann bestimmt das. Er macht die Regeln.

Nein, das ist keine BDSM-Beziehung, sondern eine ganz normale Ehe, wie man sie überall sieht. Die Frau ist Zuhause, kocht, wäscht, putzt, erzieht die Kinder und der Mann geht arbeiten und bringt das Geld nach Hause. Der mit dem Geld hat die Macht. Damit das funktioniert, braucht es natürlich Regeln. Um den Arbeitenden zu entlasten werden die Regeln natürlich immer zu seinen Gunsten ausfallen. Denn der andere Part ist ja Zuhause und „macht nix“. Aber wie sieht es nun aus, wenn beide arbeiten? Schließlich kann es sich in der heutigen Zeit keiner mehr leisten, dass nur einer alles finanziert.

Wenn beide arbeiten, müssen die Regeln nicht angepasst werden. Das ist reine Erziehungssache. Ich z. B. bin in einer Familie aufgewachsen, wo die Frauen die Hausarbeit machten, und die Männer das Geld verdienten. Immer. Selbst als mein Vater zum zweiten Mal geheiratet hat, und meine Stiefmutter ebenfalls Vollzeit arbeitete und bestimmt fast genauso viel verdiente wie er, habe ich nie gesehen, dass er einen Staubsauger oder einen Lappen in die Hand nahm. Das oblag immer den Frauen. Und auch ich sollte so erzogen werden.

Meine Stiefmutter sagte immer: Du musst dich schon anstrengen, um diesen hohen Ansprüchen zu genügen. Immer hübsch aussehen, immer pünktlich sein, und immer zusehen, dass dein Mann glücklich ist. Meine Lebensaufgabe sollte also sein meinem Mann den Arsch hinterher zu tragen, und klaglos alles allein zu erledigen? Hmm, mal nachdenken……..Nein! So wollte ich nicht leben. Ich bin in einem Zeitalter aufgewachsen, wo die Emanzipation nicht nur erwachte. Sie war auf dem Vormarsch. Gleichberechtigung für Männer und Frauen.

Aus diesem Grund konnte ich mich auch nie einem Mann unterordnen. In dem Moment, wo ein Befehl kam, sträubten sich meine Nackenhaare, es grummelte in meinem Bauch, und Aggression und Ablehnung stiegen meine Kehle hoch. Erst als ich anfing in der BDSM-Szene heimisch zu werden entdeckte ich, wie angenehm es ist zu dienen. Wie einfach nur Befehle auszuführen. Wie bequem nicht denken zu müssen, einfach jegliche Art von Kontrolle abzugeben. Mein Meister macht das schon.

Klar, im wahren Leben da draußen war ich eine Selfmade-Frau. Taff und stark. Ich arbeitete in Männerberufen und zeigte jedem Kerl, dass ich stärker, klüger, besser war als er. Aber ganz tief in mir drin hatte ich immer ein schlechtes Gewissen. Ich wollte mich selbst dafür bestrafen keine gute Frau zu sein. Deshalb musste ich erniedrigt, geschlagen, missbraucht werden. Ich suchte mir immer Herren, die sehr brutal waren. Unerfüllbare Aufgaben stellten, um sicher zu gehen, dass ich meine Bestrafung erhielt.

Meine Stiefmutter war eine wunderschöne Frau mit vielen Verehrern. Sie hatte meinen Vater gewählt, und sich ihm untergeordnet. Seit vielen Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu ihnen, denn als ich die Beiden das letzte Mal sah, hat mein Vater mit der Bürgermeisterin rumgeknutscht, und meine Stiefmutter war so dürr, dass man ihre Knochen sah. Sie saß auf einer Bank in der Ecke und lächelte wie verrückt. Dieses Bild war so erschreckend. Wie eine so starke, selbständige und kluge Frau zu so etwas werden konnte. Ich war nie wieder dort.

Aber wenn ich meine Mitmenschen betrachte, ihnen zusehe, wie sie sich behandeln, was die Emanzipation aus den Paaren gemacht hat, dann könnte ich schreien. Es ist kein Geheimnis, dass man sich anpassen muss. Ähnlich einem Stein im Flussbett. Man schleift sich gegenseitig ab, damit man besser zusammenpasst. Jeder muss mal nachgeben, jeder bekommt mal recht. Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen werden, sonst ist ein Zusammenleben für den Anderen auf lange Sicht nicht ertragbar.

Mein Mann sagt, ich sei ein Kontrollfreak. Vielleicht hat er recht. Es ist nicht der Herd, den ich fünfzig Mal kontrolliere, ob er aus ist, sondern ich reflektiere jeden Abend meinen Tag. Was habe ich falsch und was richtig gemacht. Waren die Entscheidungen zum Wohle Aller, oder war ich egoistisch. Ich weiß nicht, ob das so ein Frauending ist. Aber ich kenne sehr viele Frauen, die das genauso machen. Und da wir Frauen eben besser nachdenken können, wenn wir reden, sprechen wir wohl auch sehr viel mit unseren Partnern.

Man nehme nun mal an, das ist ein dominanter Kerl, dem es nicht passt, dass er so viel im Haushalt machen muss. Er wird immer sagen, dass er sich ungerecht behandelt fühlt und wird seiner Partnerin ein schlechtes Gewissen machen. Er wird sich entschuldigen, dass er seinen Aufgaben nicht nachkommen konnte, weil er so kaputt von der Arbeit war, noch so viel zu tun hatte, nicht genug Zeit hatte. Er braucht dann auch nichts weiter zu sagen, denn die Partnerin wird freiwillig seine Arbeiten mit übernehmen, um ihn zu entlasten. Schließlich liebt sie ihn. Und so kann der dominante Part den unterlegenen erziehen.

Bei einem Hund ist es für Stinos ganz klar, dass er erzogen werden muss, da er sonst beißt und schlechte Angewohnheiten entwickelt. Bei einem Kind ist es das Gleiche. Jeder erinnert sich an antiautoritäre Erziehung. Ganz gruselig! Wir wollen nicht, dass nur Egoisten rumlaufen, die tun und lassen können was sie wollen. Andererseits möchten wir auch nicht auf unsere Freiheiten verzichten. Da muss ein Kompromiss getroffen werden. Wie meine Nachbarin so gerne betont: wir sind laut, also dürft ihr auch laut sein.

Und mit diesem ganzen Hintergrund möchte ich jetzt nochmal den Bogen schlagen zum BDSM. Ich verstehe die Stinos nicht. Sie verurteilen Sklaven und Subs, sagen das wäre weder artgerechte Haltung noch menschenwürdig. Nur Zwang und Druck. Ich muss ehrlich sagen: das was die Normalos leben ist für mich Selbstbetrug. Da ist mir doch ein Dom, der ganz klar sagt, dass er bestimmen will lieber als so eine Beziehung auf Augenhöhe, wo ich jeden Tag darum kämpfen muss meine Meinung sagen zu dürfen, die dann doch nie berücksichtigt wird.

Nein, ich möchte keine 24/7-Sub sein. Aber in so mancher Normalo-Beziehung habe ich mich wie eine solche gefühlt. Ich musste immer nachgeben, die ganze Arbeit blieb an mir hängen, wenn Sex dann nur zu seinen Bedingungen, und mein Partner machte nie Fehler, musste sich nie entschuldigen, hatte immer Recht. Quasi seine Meinung war Gesetz. Auflehnung zwecklos. Was anderes als Domination, Unterwerfung, Erziehung ist das? Lieber spiele ich für einen begrenzten Zeitraum die Unterlegene, die Sklavin, die Dienerin, als mich ein ganzes Leben lang knechten und unterwerfen zu lassen. Nein, eine normale Beziehung kommt für mich nie wieder in Frage! Ich liebe meinen Mann, der das begriffen hat, und mit dem ich auf Augenhöhe lebe, und nur nachts im Schlafzimmer vor ihm knieen muss.

Trigger – Versuch jetzt nicht an Sex zu denken

…als ich letztens im Werkraum putzen wollte

Kennt Ihr das Buch von Patrick Süskind „Das Parfum„? Darin geht es um einen Jungen der keinerlei Eigengeruch hat, und deshalb von allen Menschen abgelehnt wird. Um Aufmerksamkeit zu erlangen kreiert er ein Parfum, das wenn jemand es riecht ihn unwiderstehlich macht. Ich habe damals das Buch verschlungen. Und es war nicht nur gut geschrieben, sondern auch mich triggert Geruch ziemlich. Da ich eine sehr feine Nase habe, ist für mich übler Geruch extrem abstoßend. Wenn eine Kollegin aus dem Mund riecht, kann ich nicht mit ihr arbeiten. Jedoch bei einem Mann, der für mich lecker riecht, kann er aussehen wie Quasimodo, ich würde ihn trotzdem umreißen und ficken wollen. Also was ist das? Was löst solche Begierde aus? Erweckt sexuelles Verlangen, oder stimuliert das Kopfkino? Dieser Frage bin ich, angeregt durch Michels letzten Beitrag, mal nachgegangen, und habe echt interessante Sachen herausgefunden.

Weil ich ein neugieriger Mensch bin, und immer gerne über die Beweggründe meiner Mitmenschen weiß, habe ich eine Umfrage unter Freunden, Bekannten und jedem der mir so über den Weg lief, gemacht. Leider konnte ich nur sehr wenige Männer dazu bewegen mir Geräusche, Gerüche oder andere Auslöser zu nennen. Meistens ging es direkt um den Akt an sich, und sie wurden durch das Berühren der Frau erregt. Aber Gegenstände wie z. B. eine Gurke wurden eher nicht genannt. Aber ich greife schon wieder vor.

Unter einem Trigger (engl. „Auslöser“) versteht man in der Medizin und der Psychologie den Auslöser für einen Vorgang, der eine Empfindung oder einen Affekt auslösen kann. Wikipedia schreibt vor allem über medizinische Trigger. Was ich aber meine, sind persönliche/psychologische Auslöser die einen Flashback oder Gefühle zur Folge haben. In meinem Artikel geht es heute um sexuelle Lust, ausgelöst durch Gerüche, Geräusche, Gefühle und sogar durch Gespräche, Textstellen oder sportliche Übungen.

Wenn man bei google Trigger in Verbindung mit Sexualität eingibt, erhält man immer ein negatives Ergebnis. Leider geht es ausschließlich um schlechte Erfahrungen, Mißbrauch und die Erinnerung daran, und wodurch das ausgelöst wurde. Schade eigentlich, denn wenn ich an Trigger denke, ist das für mich ein sehr positives Wort. Aber ähnlich einem Stromstoß, empfindet das jeder anders.

Bilder die bei mir Kopfkino auslösen. Aber jedes dieser Bilder hat auch einen Geruch oder einen anderen Konsens. Ein Beispiel: Mein Ex besuchte mich, um seine restlichen Sachen abzuholen. Bei uns in der Straße war zu der Zeit eine Baustelle, und die Arbeiter erneuerten wohl gerade das Pflaster und waren mit einem Bodenrüttler oder wie das heißt zugange. Dieses regelmäßige Klopfgeräusch brachte den Kerl so aus dem Konzept, dass er nur noch an Sex denken konnte. Tatsächlich nutzte ich die Situation aus, und er packte mich von hinten. Genau im Rhythmus dieser Maschine stieß er zu. War schon geil. Und das hat mir gezeigt, wie wir Menschen doch von äußeren Einflüssen getriggert werden können.

Da ich enormen Forscherdrang habe, wollte ich natürlich mehr wissen. Mich triggert nämlich fast alles. Egal ob es ein geiles Parfum ist oder gewisse Berührungen. Vor allem habe ich viel zu viel Phantasie, was das Titelbild erklärt. Alle Leute, denen ich das gezeigt habe, sagten: das ist ne Werkbank. Für mich allerdings gab es nur diesen dicken Schraubendreher, der mich sofort feucht werden ließ. Dieses geile Teil wollte ich in meiner nassen Fotze haben. Das erinnerte mich an meinen Dildo Zuhause. Bin ich damit einzigartig? Nein, wohl kaum.

Schon mal was von ASMR gehört? Ich bis vor kurzem noch nicht. Autonomous Sensory Meridian Response (abgekürzt ASMR) bezeichnet die Erfahrung eines kribbelnden, angenehm empfundenen Gefühls auf der Haut, das am Hinterkopf anfängt, über den Nacken geht und als entspannend und beruhigend empfunden wird (wikipedia). Dazu findet man auf youtube sehr interessante, aber auch verstörende Klänge und Beispiele. Natürlich ist damit auch die Flüsterstimme gemeint. Atmen gehört ebenfalls in diese Kategorie.

Super interessant fand ich die Antworten, die mir Menschen gaben, die in der BDSM-Szene sind. Da waren Geräusche wie Kettenrasseln, Atmen bzw. das Geräusch beim Breathplay, das Öffnen der Gürtelschnalle oder das Herausziehen des Gürtels. Je nachdem, welche Spielart im Schlafzimmer/Folterkeller/o.ä. praktiziert wird, waren die Geräusche für die Befragten der Trigger, der auch im Alltagsleben als erotisch empfunden wurde. Vielleicht liegt das auch an der Tatsache, dass im BDSM häufig mit verbundenen Augen gearbeitet wird, und deshalb alle anderen Sensoren geschärft werden.

Worauf achtet Frau/Mann sonst noch? Ach ja, der Duft. Welches Parfum man beim ersten Date trägt. Kommt ja auch immer darauf an, was man mit dem Date vor hat. Ich habe zum Beispiel ein Parfum, wenn ich mich damit einsprühe, bekomme ich jeden Kerl ins Bett. Warum? keine Ahnung. Vielleicht liegt es auch an mir, weil ich es gerne rieche. Aber die meisten Männer gaben danach an, eigentlich nichts von mir gewollt zu haben, jedoch von meinem Duft animalisch angezogen worden zu sein. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, dass es damals (vor einigen Jahren) Hersteller gab, die behaupteten mit einem Parfum Männer/Frauen willenlos machen zu können. Allerdings sowas regt bei mir eher den Brechreiz an. Dass Pheromone schuld daran sind, sieht man sogar in der Tierwelt. Beim Balzen produzieren es die Männchen oder paarungswillige Weibchen entweder selbst, oder reiben sich mit diversen Stoffen ein, um Nachkommen zu sichern.

Ob man einen Menschen mag, entscheidet schließlich auch, ob man ihn riechen kann. Aber wie ist es mit Fetischsachen wie Leder, Kerzen, Eisen? Was passiert mit einem eingefleischten BDSMler, der im Baumarkt nur kurz was gucken wollte? Nun, M kann zum Beispiel nicht an den Seilen und Ketten vorbei gehen. Ich sehe dann immer, wie sich seine Nasenflügel weiten, er tiefer einatmet, und bemerke Unruhe in seiner Hose *anzügliches grinsen*. Ja, wenn man sich an den Geruch erinnert, den Kerzenwachs auf der Haut hinterlässt und fast schon die Lustschreie im Ohr hat, da hört man dann plötzlich nicht mal mehr die Werbedurchsage. Und was soll ich sagen: wir verlassen den Baumarkt nie, ohne mindestens einen Karabinerhaken gekauft zu haben.

Etwas ganz Unerwartetes, aber nicht weniger erotisches sind natürlich auch Worte. Nicht umsonst geben viele Männer an, durch dirtytalk erregt zu werden. In der Öffentlichkeit wird man das natürlich vermeiden. Aber ich kann mich gut an die junge Frau neben mir im FitnessStudio erinnern, die 50 Shades of grey las. Ich glaube, die hatte mindestens 30 km/h drauf, und kam nicht mal ins Schwitzen, so vertieft war sie in ihr Buch. Da wird Kopfkino durch Intelligenz und Ausdrücke stimuliert. Kann aber auch auf einer Fortbildung passieren, wenn der Dozent über Elektrostimulation und Eingipsen gebrochener Knochen spricht. Jeder hat seinen eigenen Trigger.

Als ich mir letztens Liebeskugeln bestellt habe, stand in der Beschreibung, dass Frauen das auch zum Stimulieren der Beckenbodenmuskulatur nutzen. Ja, bin ich dabei, kann ich nachvollziehen. Aber dann kams: auch für die Entspannung beim Yoga. Ach ja? Das ist ja interessant. Bestellt, getragen. Was soll ich sagen? Ich war mega unentspannt, und war schon nackt, bevor ich die Haustür aufgeschlossen hatte. Nach 2 Stunden tragen war meine Unterwäsche tropfnass und ich geil wie nach 100jährigem Sexentzug. Nein, nix da Entspannung. Eine Bekannte erzählte mir, als auf einem Streßbewältigungsseminar sie sich auf die Schenkel klopfen sollten, hatte sie ein ähnliches Erlebnis. Sofort waren ihre Sinne geschärft, und sie konnte nur noch daran denken, wie ihr Dom sie bearbeitet.

Ich denke was einen triggert, und was nicht, entscheiden wir nicht nur selber, sondern es hängt viel mit Erlebnissen und Eindrücken zusammen, die wir so in unserem Leben machen. Ich glaube nicht, dass der Baumarkt-Mitarbeiter noch einen Steifen bekommt, wenn er die Ketten auffüllt oder die Douglas-Mitarbeiterin bei der Arbeit feucht wird. Worauf es ankommt, ist, wie man damit umgeht. Wenn man es zulässt wird man bestimmt öfter und mehr erregt, als wenn man fokussiert und nüchtern durch die Welt läuft.

Also laß Dich verführen. Vom Klackern der High heels, der tiefen dunklen Stimme des Unbekannten im Bus oder der brennenden Kerze. Schön ist, was gefällt. Bleib phantasievoll und laß Dich „mitnehmen“; das Leben ist zur kurz für Langeweile und Tristesse.

SM-Sklaven als Ware

Und nun. Wir wollen Ware sein. Jede und jeder irgendwie, kann ich mir vorstellen. Wir, die unten sein wollen. Ich kannte es nur als anfängliches Spiel mit einigen dominanten und sadistischen Damen, mal eins, mal zwei und auch einmal waren es drei oder vier Treffen, zum Spielen.

Rückblickend empfinde ich es als seicht, was dort passierte.

Füße lecken, Speichel auflecken und direkt verabreicht bekommen, auch andere Flüssigkeiten, Wasser, zudem Fesselungen in Folie, mit verbundenen Augen. Blind mit einer zugeklebten Schwimmbrille wurde ich am Operettenhaus an der Reeperbahn abgeholt und blind über die Reeperbahn geführt. Jedoch gab es kaum Schläge und keinerlei tiefergehende Erniedrigung. Dafür musste ich bei einem Treffen in einem Restaurant ein Gefäß mitbringen und irgendwann schickte die Dame mich nach unten zu den Toiletten und ich sollte mich abwichsen und in das Gefäß ejakulieren. Wieder oben angekommen, schüttete sie mein Sperma in mein Wasserglas und ich musste es trinken. Sie hatte vor, mich zu ihrem Erstsklaven zu machen, vor und über ihrem Ehesklaven sollte ich stehen, an dem sie komplett das Interesse verloren hatte. Er langweilte sie nur noch und war nur noch dafür da, Geld zu verdienen, nehme ich an. Ich sollte in ihrem Bett an ihrem Fußende schlafen, nicht er, er hatte keinen Zutritt mehr zu ihrem Schlafzimmer. Für ihn gab nur noch ihre Füße, ansonsten berührte sie ihn nicht mehr, nur noch mit ihrer Peitsche. Es ging ihm aber gut. Sie hatte vor, mich an ihrem Fußende ans Bett zu ketten, um mich nachts als Toilette zu benutzen. Wenn sie aufs Klo muss, würde sie sich den Weg dorthin sparen und sich einfach auf mein Gesicht setzen. Diese Vorstellung empfand ich als überaus erregend. Ich hätte irgendwann auch mit ihr schlafen dürfen, glaube ich, sie machte dahingehende Andeutungen. Letztendlich habe ich es durch meinen Rückzieher vermasselt, ich war noch nicht so weit und enttäuschte die Dame sehr. Knapp ein Jahr bettelte ich ihr hinterher, sie ignorierte mich in dieser Zeit, doch irgendwann gewährte sie mir eine Audienz, eine zweite Chance war da, in der ich wieder versagte.

An ihren Füßen hat sie mich bis dahin nicht ein einziges Mal lecken lassen.

Später lernte ich eine Dame kennen, die mich online in ihren Bann gezogen hat, über Skype-Telefonie setzte sie ihren Einfluss bereits durch und hatte vollen Zugriff auf mich. Sie lud mich ein zu sich, in ihr Haus, sie war Unternehmerin und plante ein Dinner mit mir, für meine Vorstellung bei ihr. Ich sollte zu ihren Füßen unter dem Tisch knien, angekettet, nackt, sie wollte oben am Tisch speisen und mir die Knochenreste unter den Tisch werfen, um sie von mir abnagen zu lassen. Mit ihren nackten Füßen wollte sie in ihren Essensresten stehen, die ich ihr von den Füßen ablecken sollte. Leider ist es dazu erneut nicht gekommen, weil ich der Fehler war und das Treffen schriftlich absagte. Daraufhin rief sie mich an und ich gab meiner Stino-Partnerin den Hörer, um sie abzuwimmeln, was sie auch tat.

Heute schäme ich mich dafür sehr.

Warum?

Weil ich heute durch die Herrin erkenne, herumgereicht und benutzt werden zu wollen, bedienen, das ist wohl bei uns allen sicher, bei Subs und bei Sklaven. Ich lasse den Unterschied jedoch bewusst beiseite, weswegen es wieder nur mein Umfeld skizziert, analysiert und kommentiert. Es ist die Art und Weise, wie man mit einem Sklaven umgeht, umgehen kann oder was ein Sklave braucht, an Kontaktpunkten nach oben.

Im Laufe der Jahre mit der Herrin spürte ich, drangsaliert werden zu wollen, um zu spüren, was ich bin, ausgenutzt werden, rein für ihre Belange nur noch da sein. Selbst die Lüge ist es, die mich erregt, wenn sie mich belügt und betrügt. Das aber geht nur, weil sie mir dieses grenzenlose Vertrauen schenkte, auf dem alles basiert, von dem aus alles passieren kann, auch der Entzug des Vertrauens, das einem Sklaven nicht zwingend zusteht.

Mich selbst in den Dreck ziehen, irgendwann fing es an, mich zu erregen, diese Selbsterniedrigung, erst nur vor der Herrin, mittlerweile gern vor der ganzen Welt.

Ich sah mich als Sklave ganz weit unten und nicht mehr kompatibel mit dem Stinoversum. An verschiedenen Stellen las ich davon, dass das eintreten kann, dass man in einem Sklavenleben verschwinden kann, insbesondere dann, wenn man auch psychisch massiv fremdbestimmt wird und die Kontrolle über das eigene Leben abgeben muss und verliert. Kleidung, Nahrung, Finanzen, soziale Kontakte, Sex, Arbeit, Aufenthaltsort und der Entzug von Geld und Kontozugriff. Ich wollte es und stimmte mit nur einer letzten freien Entscheidung zu und verlor sämtliche Rechte an mir.

Jetzt lebe ich im Würgegriff an einer Kette, täglich diese vielen Stunden nur noch Kettensklave sein, acht Stunden, dann ist die Herrin wieder am Hof, bis zu ihrer nächsten Konferenz dauert es eine Stunde, in der wird gegessen, nach ihrer Konferenz erwartet sie Jehan, einen ihrer festen Liebhaber, der einige Stunden bleibt, der mich wieder ficken wird, gefesselt auf dem Strafbock. Ich will sein Sperma unbedingt in mir haben.

Vorbereitet, von der Herrin mit einem Strap-on-Dildo angefickt worden, um von Jehan hart abgefickt zu werden.

Gefesselt werde ich, für den Sex mit Männern, in meinen Löchern, ich spüre, dass das der einzig richtige Sex für mich ist, da taucht es wieder auf, benutzt zu werden.

Irgendwann im Laufe der Jahre stellte ich fest, eigentlich ein Wegwerfprodukt sein zu wollen, das man jedoch nicht wegwirft, weil es wie weggeworfen behandelt wird und so zu betrachten ist. Fast schrecklich kam ich mir dabei vor und schämte mich anfangs vor mir selbst, aber die Herrin hat es mir ausgetrieben, mich für das zu schämen, was ich bin. Sie hat mich herangeführt daran, zu allem, zu wirklich allem stehen zu müssen, es zu können, es zu dürfen, was in mir angelegt ist.

Den Körper gefügig machen, Gefügigkeit, ein gefügiges Wesen, besondere körperliche Merkmale und Funktionen herausgestellt, andere entfernt, um den Anforderungen einer Benutzung zu entsprechen. Die Reise führt tief hinab, ins Unten und ins Ich, wenn sich herausstellt, dass sich eine andere Person daran zu schaffen macht, nicht du selbst, wenn du gefügig gemacht wirst und Funktionen erhältst oder diese von dir entfernt werden.

Sexsklave, abgerichtet auf Schwanzherrschaft, als Zweiloch bedienen und benutzt werden.

Konnte ich nur auf diesem einen Weg landen und bald zu einer Gummipuppe werden? Als das, was ich bin und das, was in mir angelegt ist, sehe ich diesen Schritt als wundervolles Privileg an. Und der Kreis schließt sich, zur Ware, zum Gebrauchsgegenstand, zur Verbrauchsware, zum Wegwerfprodukt.

Dafür schäme ich mich nicht mehr, es erregt mich einfach nur noch in unendlicher Weise.

Zwei Löcher, die Priorität, frei zugänglich, erkennbar sein, als Zweiloch zur Benutzung freigegeben. Gepackt und verschnürt in festem Leder oder in engem Gummi, eindeutig in der Präsentation beider Löcher. Die Maulfotze geöffnet halten, trotzdem es sich niemals wehren wird, aber der Ring und das Rohr, sie passen so gut hinein und der Abflussrohrstöpsel baumelt im Takt der Hengste, Bullen und Zureiter. Reden ist überflüssig und untersagt, Laute von sich geben auch, passiv bleiben, bis zuletzt, die Illusion, ein Weibchen zu sein, um sich interessant zu machen. Niemand will ein Männchen sehen, erkennen oder vermuten. Billig und nuttig wird es in High Heels daherkommen, verweiblicht, das wird das nächste Abrichtungsziel, sagt die Herrin. Unsicher im Gang, stöckelt es hin und her und bietet sich jedem an. Die Herrin bietet es an. Oder ihr Liebhaber. Jehan. An Halsband und Leine wird es mitgenommen. Jeder kann es mitnehmen, bis es zerfickt am Boden liegt und andere sich das mit ansehen und dabei kommen, sie wichsen sich, sie spritzen ab, auf diesem zerfickten Körper hinter Gummi. Wenn die Herrin zu ihm kommt, stellt sie ihren Fuß vor sein Gesicht, daran darf es lecken, vielleicht durch einen dieser Ring- oder Rohrknebel.

Geistige Funktionen, eine notwendige Korrektur, einige werden heruntergefahren, andere deaktiviert, wieder andere werden bevorzugt neu installiert und regelmäßig gewartet. Ein Geist, der nicht immer klar sein darf, der betäubt wird, um ihn herunterzufahren und systematisch zu entkernen und neu zu programmieren. Lernen, was es zu befolgen hat, als niederes Subjekt, als benutzbares Objekt, als Sexpuppe, als Wanderpokal des Abends.

Wanderpokal, ein so schöner Begriff, bei Needie erstmals gelesen.

Eingesperrt, weggesperrt, angekettet, ein vollständig fremdbestimmtes Leben, überführt in die Versklavung, von der niemand etwas weiß, wenn er vereinzelt draußen noch gesehen wird. Nur noch einen Zweck erfüllen, einen Sinn haben, als Sklave zu funktionieren und zu bedienen, als Sklave zu funktionieren und benutzt zu werden, als Sklave zu leben und zu funktionieren. Jederzeit bereit, ohne Sinn und Verstand zu sein, leer, sinnlos, bei schwachem, bei unzureichendem, bei keinem Verstand zu sein. Dumm, ein Idiot, nur den Worten der Herrin folgen, egal, was es mit ihm macht. Das ist ein Sklavenleben. Das ist dein Sklavenleben. Das ist mein Sklavenleben. Verschwinden, wenn es nichts gibt, was ich bedienen kann oder keiner mich benutzen will.

Ja, ich will, einmalig, letztmalig, danach nicht mehr.

Benutzt werden, herumgereicht, ausgenutzt, erniedrigt, misshandelt. Sadisten zur Folter gereicht, um im Elend und im Leid, um im Schmerz ausgelacht zu werden, um den Sadisten mit Schmerz zu dienen, um sie zu erregen, zu stimulieren und zu befriedigen. Das Halsband zu eng. Die Fixierung zu fest. Das Metall zu schwer. Der Schwanz zu tief. Die Schläge zu hart. Sie verprügeln mich. Ich kann nicht mehr. Ich will es aber aushalten. Sie nehmen Rücksicht, sie meinen es gut und es tut mir gut, aber ich schäme mich. Dann ficken sie mich, sie ficken mich, endlich wieder.

Alles habe ich der Herrin zu verdanken.

Danke, Herrin.

Breath Play oder Breath Control – Luft und Atmung unter Kontrolle

Die Herrin schnürt mir die Luft ab, es ist eine Form der totalen Kontrolle und körperlichen Machtübernahme. Luft, Sauerstoff, der lebenswichtige Stoff, ihn nicht immer einwandfrei verdient zu haben, setzt ein Sklavenleben etwas weiter an den Rand. Da gehört es für mich hin, dort fühle ich mich wohl.

Entweder werde ich von der Herrin über einen längeren Zeitraum mit einer Atemkontrolltechnik angekettet oder sie fixiert mich, um mir die Luft nach ihrem Ermessen zuzuweisen oder komplett zu entziehen. In Eisen gelegt oder auf dem Folterstuhl festgeschnallt, in jedem Fall wehrlos und hilflos ohne sie.

Kettenschlingen um den Hals als Langzeiteinwirkung.

Jeden Morgen, wenn die Herrin das Haus verlässt und zur Arbeit fährt, legt sie mich an die Kette. Fast jedes Mal wickelt sie mehrere Kettenschlingen um meinen Hals und zieht diese bedrohlich eng zu, bevor sie ihr Werk mit einem Schloss an meinem Hals sichert, sich zum Abschied die Füße von mir lecken lässt und den Hof verlässt. Normale Atmung ist mir so nicht mehr möglich, ein Halskorsett aus Kettenschlingen legt sich fest an und erschwert mir unbeschwerte Atmung und Bewegung.

Einige bis viele Stunden dauert es, bis sie wieder am Hof ist und mich erlöst.

Als die Herrin erstmals mit dieser Technik meine Atemmöglichkeiten reduzierte und kontrollierte, hatte ich Panik, kniend vor ihr am Boden, wickelte sie die Kette dreimal um meinen Hals und zog sie so bedrohlich zu, dass ich dachte, vielleicht gleich nicht mehr atmen zu können. Aber als sie die Kette losließ, nachdem sie diese eng an meinem Hals zugezogen hatte, fühlte ich ein Spiel, das am Schloss sich befand, zwei Kettenglieder, die ich in die Enge der Würgeschlingen einreihen konnte, um mir besser Luft zu verschaffen.

Trotzdem blieb es bedrohlich eng, jedoch auszuhalten.

Auch beim zweiten, dritten und bis zum vielleicht zehnten Mal kam die Panik in mir hochgekrochen bei dem Gefühl, wenn die Kette sich durch den Zug der Herrin wie eine Schlange eng an meinen Hals presste. Vielleicht auch öfter, vielleicht noch immer jedes Mal. Ja, jedes Mal.

Ich weiß nicht mehr genau, wann sie damit anfing, aber heute lebe ich in starker Erregung damit, mit dieser Enge und dem Sklavenleben am Rand. Die Kettenschlingen sind immer mehr geworden und es wurde im Laufe der Zeit zudem immer enger, eine Variante der Breath Control, meiner Atemkontrolle durch die Herrin, selbst in ihrer Abwesenheit.

Tüte über dem Kopf.

Vorher festgeschnallt zu werden und nie weiß ich, was auf mich zukommt, aber wenn ich auf dem Folterstuhl meinen Platz einzunehmen habe, wird es meistens böse. Es gibt eine Stachelmatte, auf der ich oft sitzen muss, Handgelenke, Fußgelenke, Bauch und Hals werden mit Ledergurten fixiert. Wenn die Herrin mit einer transparenten Plastiktüte kommt, spüre ich in mir, wie Erregung und die Gewissheit, gleich wieder in Panik zu geraten, sich abwechselnd die Vorherrschaft in meinem Kopf sichern wollen.

Ausgeliefert.

Ihr ausgeliefert sein und das bis an den Rand, sie zieht mir die Tüte über den Kopf und wartet. Noch ist sie unten geöffnet und hat oben, über meinem Kopf, reichlich Raum mit Luft gefüllt. Die Plastiktüte ist im eigentlichen Leben eine Schutzfolie für Beine, wenn diese einen Gips oder Verband tragen, entsprechend groß, breit und lang ist sie. Zwei deutliche Unterschiede gibt es jedoch, eindeutige Merkmale, die mir Angst machen, denn das Material und die Wandstärke sind darauf ausgelegt, nicht gleich zu reißen oder beschädigt zu werden. Löcher kann man in einer Schutzfolie nämlich nicht gebrauchen. Das zweite böse Merkmal daran ist ein fester und breiter Klebestreifen, mit dem die Schutzfolie normalerweise am Bein festgeklebt wird. Allein der Anblick bricht mich, wenn ich die Tüte in den Händen der Herrin sehe, weil ich weiß, dass ich gleich mit einer ihrer ganz bösen Methoden gefoltert werde.

Foltermethode 1: Die Tüte nur bis zum Klebeband an meinem Hals überziehen.

Oben ist noch viel Luft, unten ziehe ich frische Luft, zwar bereits erschwert, aber ausreichend. Die Herrin streichelt mein Gesicht, durch die Tüte hindurch, sie lässt sich mit allem viel Zeit, was meine Ungewissheit, kaum zu ertragen, anwachsen lässt, Panik, die am Horizont bereits zu sehen ist. Während sie mich streichelt, löst sie den Sicherheitsstreifen des Klebebandes und wickelt es um meinen Hals und verklebt die Tüte so. Keine Frischluft mehr, nur noch die Luft über mir in der Tüte, die auf einmal gar nicht mehr die ausreichende Sicherheit bedeutet, sondern zur Uhr wird, die rückwärts läuft. Die Tüte beschlägt von meinem schnelleren Atem, sie fängt an, sich mehr und mehr leicht aber bereits bedrohlich zusammenzuziehen. Die Herrin fängt an, die Tüte über mir festzuhalten, den Raum zu verringern und lächelt mich dabei an. Die Tüte legt sich an mein Gesicht, immer fester, ich habe das Gefühl, mehr einzuatmen, als auszuatmen, weil die Tüte mit jedem Atemzug enger auf meinem Gesicht liegt. Dann kommt der finale Zug der Herrin und sie nimmt den Raum über mir komplett ein und entfernt die letzten Reste Luftraum. Nichts geht mehr, ich atme ein und ziehe die Tüte vollständig vor meine Maulfotze und nichts passiert. Ich bin auf dem Folterstuhl gefesselt, ich zerre an den Fesseln, nichts bewegt sich, die Stacheln in meinem Hintern spüre ich schon lange nicht mehr. Ich will das nicht, ich kann nicht mehr, Gedanken schießen durch meinen Kopf, was passiert, wenn die Herrin das Klebeband nicht lösen kann oder kein rettendes Loch in die Tüte reißen kann. Sie könnte mich jetzt beseitigen, warum tut sie mir das so lange an, ich bin inmitten meiner Todesangst und es dauert noch eine Weile, die die Herrin genüsslich und lächelnd begleitet. Erst wenn mein Zappeln unkontrolliert wird, deutet sie an, mich zu befreien, aber es dauert noch einen Moment, bevor der Schnitt in die Folie kommt, irgendwo oben und ich nur einen winzigen Luftzug einatmen kann, weil ich wieder sofort danach die Folie vor meine Maulfotze ziehe. Wieder wartet sie, bevor sie mir weiter Luft gewährt. Erleichterung, einige tiefe Züge, die ich nehme, noch immer eng in der Tüte gefangen, bevor sie die Tüte, den Riss, mit einem Klebeband wieder verschließt.

Foltermethode 2: Das sofortige Ende.

Mit einem Ruck zieht die Herrin mir die Tüte komplett über den Kopf, sie zieht alles an Material runter zu meinem Hals und legt die Tüte eng an mein Gesicht, die sie mit ihren Händen an meinem Hals hält, als würde sie mich würgen. Für einen Moment muss sie ihre Hände lösen und das Klebeband bereithalten, den Sicherheitsstreifen lösen, in dem Moment kann ich noch einige Male tief einatmen, wieder ausatmen, bevor sie mein Kopfgefängnis fast luftfrei verschließt. Einmal ist sie aufgestanden und hat das Studio verlassen. Sie kommt nach kurzer Zeit zurück und ich bin ein Wrack, körperliche Folter mit Todesangst und extreme Psychofolter, nicht zu wissen, ob oder wann ich von ihr erlöst und gerettet werde.

Danach lecke ich ihr noch viel dankbarer die Füße.

Atemkontrolle, einer der ganz großen Edge-Bereiche für mich, aber im Nachhinein auch einer der ganz großen Bereiche meiner Erregung – durch Erniedrigung und Abhängigkeit, dadurch, ein Folterobjekt zu sein.

Das Gefühl der Abhängigkeit ist von nicht zu steigernder Intensität, körperlich, psychisch und emotional, mein Leben in den Händen der Domina, der ich gehöre. Immer wieder brauche ich es, töricht, ich weiß, aber ich weiß nicht, warum ich es brauche. Vielleicht, weil es diese ganz besondere Abhängigkeit ist, wehrlos zu sein, ihrem Sadismus ausgeliefert, spüren, wie groß ihr Einfluss auf mich ist und ihre Macht über mich.

Früh fing es an, mit einem Würger, ein Halsband aus Leder, das die Herrin anfertigen ließ, abschließbar. Nur aus einer Schlinge bestehend, an der sie jederzeit ziehen konnte und mich hinter sich herzog, überall hin, in gebückter Haltung, wenn sie ihre Hand, dessen Finger vorn im Ring steckten, einfach ausgestreckt nach unten hielt. Physis, physische Fremdbestimmung und Einwirkung, sie setzt mir zu, aber ich brauche sie so sehr.

Weitere Formen der Atemkontrolle und -reduktion.

Neues Maskentraining mit Dauerkondom – gescheitert.

Das neueste Spielzeug der Herrin ist einer ihrer Latexgurte, den sie mir um den Hals wickelt und zuzieht, ihn im Laufe einer Session Loch für Loch an meinem Hals verengt. Vom vierten bis zum siebten Loch, in dem rein gar nichts mehr geht, nur noch das schmale und notwendigate Versorgen meines Körpers mit Luft.

Latexgürtel von Demask, eng am Hals, Loch für Loch geht es der Atemreduktuion entgegen, gefesselt, wehrlos, hilflos, wundervolles Unten.

Es gibt Masken, die fast komplett verschließen, die nur winzige Löcher haben, an der Nase. Eine neue Maske gibt es für mein Training, hin zu einer Gummipuppe, sie hat in der Mundöffnung ein Dauerkondom, mit dem ich überhaupt nicht zurechtkomme, es aber üben muss. Ich schaffe es nicht, ein Loch muss rein, nun wird mir das Sperma aller Schwänze, die in dieses Lochen stechen, verabreicht.

Es gibt verschiedene Isolationsmasken mit nur einer kleinen Öffnung zum Atmen oder auch ohne Öffnung. Beide setzen auf ihre Weise zu. Die stark gepolsterte Deprivationsvariante mit nur einem kleinen Atemloch, wenn dieses von außen mit einem Finger oder mit einem Klebestreifen verschlossen wird, gibt es keine Luftzufuhr mehr, zu eng presst sich die Maske an den Kopf und vors Gesicht.

Deprivationsmaske für mobile Isolationsfolter und sensorischen Sinnesentzug, alles reduziert sich auf das enge Luftloch

Die Variante ganz ohne Luftloch ist eine Maske, die aus zwei Maskenebenen besteht, eine innere mit Mund- und Augenöffnungen und eine äußere, nur mit einem Reißverschluss versehen, lässt diese sich komplett verschließen. Deutlich erschwerte Atmung findet dann nur noch durch die mageren Durchlässe des Reißverschlusses statt. Das bei den beiden Isolationsmasken alles nach Leder riecht, erleichtert es mir doch ein wenig, ebenso wie der intensive Latexduft, den die Maske mit dem Dauerkondom mir schenkt.

Zwei Ebenen einer Maske, festes Leder, die zweite Ebene, die vorn mit einem Reißverschluss komplett verschlossen werden kann.

Zum Vertiefen des Thema finden sich ältere Beiträge von mir, die sich, man kann es ahnen, um meine Erfahrung damit ranken und drehen.

https://kettenhaltung.blogspot.com/2015/02/atemkontrolle.html
https://kettenhaltung.blogspot.com/2020/03/das-atmen-nicht-vergessen.html
https://kettenhaltung.blogspot.com/2020/05/kettensklave-in-atemkontrolle.html
https://kettenhaltung.blogspot.com/2020/05/kettenzucht-geniessen-sollen.html
https://kettenhaltung.blogspot.com/2020/06/sm-angstlust-auf-atemkontrolle.html

Was ist Body Worship?

Sich in seiner Haut wohl zu fühlen ist ein sehr wichtiger Punkt, wenn man sich mit anderen Menschen einlässt. Besonders, wenn es darum geht sich auszuziehen und Sex zu haben. Für mich war das lange Zeit nicht oder nur bedingt möglich. Und ich weiß, dass selbst wunderschöne Frauen, die in meinen Augen keinerlei Makel haben, ihre Männer bitten das Licht aus zu lassen, damit Beischlaf stattfinden kann. Aber was hat das mit BodyWorship zu tun? Nun hierbei handelt es sich um die Anbetung von Körperteilen. Kommt aus dem englischen „Anbetung des Körpers“. Wobei es in diesem Fall darum geht, den Körper des Partners anzubeten.

Ich muss zugeben, dass ich vor diesem Artikel noch nie davon gehört hatte. Ich fand den Begriff auf einer Liste in einem Forum und musste erstmal bei wikipedia googeln was das ist. Schon beim Lesen der ersten Zeile leuchtete quasi ein Lämpchen über meinem Kopf auf, und ich fühlte mich sehr erinnert an die wundervollen Zeilen von diener der SHI. Anbetung von slit (Scheide) und foot (Fuß) und das noch dazu in liebevolle Worte verpackt. Völlige Hingabe an diese Körperteile, die zu seiner Herrin gehören. Fantastisch! Erstrebenswert. Also habe ich weitergedacht.

Wie halte ich es denn mit meiner Leidenschaft? Verehre ich den Penis (cock) meines Mannes? Oh ja! Ich fasse ihn gerne an, ich streichle ihn, ich nehme ihn in den Mund, und es gibt nichts Schöneres, als wenn er in meinem Mund kommt, und ich seinen ganzen Saft schlucken darf. Er schmeckt so süß und lecker und ich kann überhaupt nicht genug davon bekommen. Ups! Ich merke, wie ich sabbere und mir die Lippen lecke. Also das ist BodyWorship? Hmm, wußte ich gar nicht. Das ist interessant. Da muss ich mehr erfahren.

Wenn man in der Suchmaschine es dann eingibt, erscheinen gar nicht so viele Beiträge zu dem Thema. Warum eigentlich? Finde ich echt schade, denn das Thema ist ziemlich interessant und bestimmt wissenswert. Schließlich ist es weder Fetisch noch eine Sexpraktik. Eigentlich beschreibt es nur eine Schwärmerei. Bei peitsche.de erfuhr ich zum Beispiel, dass es sich um die Verehrung des kompletten Körpers handelt. Und die muss es ja wissen, schließlich ist das ihr Geschäft. Wer des englischen mächtig ist, kann dazu auch gern mal bei kinkly gucken. Eine sehr interessante Diskussion übrigens.

Was ich an den Artikel am interessantesten fand war, dass immer der Bezug zum BDSM gesucht und gefunden wurde. Bei meinem Mann und mir liegt diese Liebe zu den Geschlechtsteilen definitiv weit weg vom BDSM. Er muss mich weder erniedrigen noch mich zwingen seinem Schwanz zu huldigen. Ich tu das auch mal in der Küche, wenn ich die Nudeln aufsetze *grins*. Ich finde das nicht weiter schlimm. Mein Mann natürlich auch nicht. Schließlich profitiert er von meiner Lust. Aber mit Zwang oder gar Erniedrigung hat das für mich nichts zu tun. Ich mach das freiwillig. Auch wenn ich draufstehe, wenn er mir dabei den Kopf immer fest auf den Schwanz drückt, und mit den Händen in meine Haare greift. Ist das denn schon BDSM?

Andererseits verehrt er, der Dom, auch meine Vagina. Er liebt meine Muschi. Wenn sie tropfnass ist und er mit dem Finger an meinem Kitzler spielt. Zwar hasse ich es und empfinde es als Strafe, wenn er mich spritzen lässt (squirten), für ihn jedoch ist es die Erfüllung seiner Wünsche. Das hat dann schon wieder eher was mit BDSM zu tun. Aber vielleicht sehe ich das ja zu streng. Deshalb hab ich hier von meinem Gastautor Michel noch einen Artikel verlinkt, der das Thema beschreibt. Das hört sich für mich dann wieder nach BDSM an.

Und dann ist da noch die Definition von BodyWorship bei fetisch.de. Also Leute mal ehrlich. Ich musste schmunzeln. Anbetung von Muskeln? Dann müsste ja jeder Typ, der im Fitness Studio sich selbst vorm Spiegel anhimmelt, ein BDSMler sein. Unmöglich! Ich bekomme das Grinsen überhaupt nicht mehr aus dem Gesicht. Diese Bilder im Kopf. Urkomisch. Ein Typ mit ner Hantel in jeder Hand, küsst bei jedem Mal heben seinen Bizeps. Ich schmeiß mich weg. Das hat doch überhaupt nichts mit BDSM zu tun. Ach, in dem Zusammenhang möchte ich auf einen japanischen Fetischkünstler hinweisen: Namio Harukawa. Wunderschöne Bilder. Hat für mich auch nichts mit BDSM, sondern mit Kunst zu tun.

Und weil wir schon beim Unterschied zwischen Kunst und Kink, Sex und BDSM sind, möchte ich einen kurzen Ausblick auf den kommenden Blog gewähren, in dem es ums Bondage geht. Was übrigens für mich ebenfalls eine Kunstform ist, und weder mit Sex noch mit BDSM zu tun hat. Ich weiß nicht, warum ich da so festgefahren bin. Wenn ich BDSM höre, wo ja auch das Wort Bondage drinsteckt, dann hat das für mich immer mit Zwang, Domination, Unterwerfung usw. zu tun. Klar macht es Spaß, keine Frage, aber warum muss man immer alles in eine Schublade stecken? Sollte gerade Sex nicht wertfrei und diskussionslos sein?

Ich merk schon, ich komm vom Thema ab. BodyWorship war auch für den Fesselblog einen Artikel wert. Wie immer wunderbar geschrieben und mit Hinweisen gespickt, dass es nicht nur Vagina, Penis, Anus oder Muskeln sein können, die man verehrt. Aber mal ehrlich: die Leute, die darauf stehen, dass man ihnen „ein Ohr abkaut“ sind spärlich gesät. Erst recht, wenn man mit der Zunge am Ohrläppchen spielt. Ich kenne Männer, die gerieten dabei regelrecht in Ekstase – negativer Art. „Igitt, ist das eklig“ war noch nett. Ich stehe halt auf viele komische Sachen, die mir Spaß machen, aber halt nicht jedermanns Welt sind. Super ist es dann, wenn man jemanden trifft, der diese Leidenschaften teilt.

Wenn dann die Lust in Liebe übergeht, welcher Art auch immer, dann hat man den Jackpot gezogen. Apropos, ich möchte hier zum Schluss auch noch einen Artikel verlinken der nicht ganz so ausführlich ist, jedoch nochmal andere Facetten aufzeigt.

Sex ist Ansichtssache. Genauso wie Körperlichkeiten. Der eine steht auf mollig, der andere auf behaart, wieder andere brauchen Muskeln und nen Sixpack. Sex ist was gefällt. Da ist jeder anders, und in manchen Situationen kann man sich selbst überraschen, wenn man einfach nur ausprobiert. Kleines Beispiel gefällig? Na klar willst Du das 🙂

Ich war auf einem Festival, hatte schon das eine oder andere Bier. Ich mag behaarte Männer, solange sich die Haare am Körper und nicht im Gesicht befinden. Bart geht überhaupt nicht. Finde ich widerlich. Mich quatscht also so ein bärtiger Geselle an, wir kommen ins Gespräch, und plötzlich küsst er mich. Voll widerlich? Nein, war echt angenehm. Seltsamerweise störte der Bart kein bisschen. Okay, aus uns wurde trotzdem nichts. Und mehr lief da auch nicht.

Was ich aber damit sagen möchte: probier so viel wie möglich aus. Auch wenn Dir was komisch vorkommt. Es ist Dein eigener Geschmack. Schäm Dich niemals für das was Du magst oder bist. Es gibt bestimmt ein paar Leute, die diese Sehnsucht teilen. Sex ist was Großartiges. Und BodyWorship ist eine Huldigung des Körpers. Nicht mehr und nicht weniger. Genau so sollte ein Partner auch behandelt werden. Gehuldigt. Auch wenn die Peitsche knallt oder Du Füße leckst. Wenn es Dir gefällt ist es gut. Lass Dich niemals vom Gegenteil überzeugen!

Und jetzt: immer schön kinky bleiben und lebe Deine Lust

Atemlos mit Breathplay

Ich kniete vor meinem Herrn, und er legte mir ein Tuch um den Hals. Er zog es fest zu. Immer enger legte sich die Schlinge um meinen Hals. Ich bekam langsam keine Luft mehr. Ich merkte, wie meine Augen nach draußen traten. Nein, Angst hatte ich keine. Nur Neugier. Was würde geschehen? Würde ich ohnmächtig werden? Kann man einen Orgasmus bekommen, wenn man gewürgt wird? Mein Herr zog noch einmal, und plötzlich wurde mir schwarz vor Augen. Ich muss wohl umgefallen sein, denn ich trug ein paar böse blaue Flecken davon. Später erklärte er mir, dass die Seefahrer früher ihre Sklavinnen mit dem Kopf ins Wasser getaucht hätten, um das gleiche Ziel zu erreichen. Denn wenn man am Ersticken ist, dann verengt sich die Vagina, und der eindringende Mann hat einen höheren Lustgewinn. Hatte er mich gefickt, während ich bewusstlos war? Ich weiß es bis heute nicht. Aber dieses Gefühl erregt mich bis heute.

Wenn ich Bilder betrachte, oder auch davon lese, werde ich feucht. Ich kann das nicht steuern. Und eigentlich ist es nicht nachzuvollziehen. Ich bin extrem klaustrophobisch. Ich ertrage weder wenn mir jemand etwas über den Kopf stülpt noch, wenn eine Tür in einem engen Raum geschlossen wird. Fahrstühle sind für mich eine Herausforderung. Meistens nehme ich die Treppe. Also warum stehe ich dann trotzdem so auf Breathplay. Und was ist das überhaupt?

Wikipedia beschreibt die Atemkontrolle als Teil des BDSM, was es sicherlich auch ist. Ausgeübt durch den Herrn/Meister/Dom/Top wird der passive Teil mit Händen/Füssen/Gegenständen/Maske/usw. am Atmen gehindert. Definitiv nichts für Anfänger!!!!! Was sich bei fetischpartner.com so einfach liest, ist eine Kunstform. Da ich ja nun mal drauf stehe, habe ich mich schon von so einigen Liebhabern und Doms würgen lassen. Und sei versichert, es fühlt sich nicht nur jedes Mal anders an, es ist auch manchmal echt grenzwertig gewesen.

Ich kannte mal einen Typen, der war schon älter, und er fand es geil eine Frau zu würgen. Er schaffte es tatsächlich so ne süße, kleine Vanillamaus zu entjungfern und probierte sich am Breathplay. Sie trug sehr häufig einen Schal, weil die Würgemale nicht mehr zu verstecken oder überschminken waren. Einmal musste sie sogar ins Krankenhaus, weil dieser Rohling ihr den Kehlkopf gequetscht hatte. Und genau das habe ich gemeint. Als Dom hat man eine Verantwortung. Man möchte sein Spielzeug doch nicht kaputt machen. Nicht jede Sub hat so viel Vertrauen, und Ersatz für kaputt gespielte Subs zu finden ist sehr schwer. Ganz zu schweigen, was bei Breathplay alles noch passieren kann.

Mein Mann und ich betreiben das Breathplay nun schon seit Jahren, und wir stehen beide total drauf. Und selbst bei uns ging es einmal schief. Er hatte gerade seine Hände von meinem Hals genommen, ich ließ den Kopf in den Nacken fallen, und dann passierte es: irgendwas in meinem Hals verschob sich. Der Arzt meinte später, es hätte sich eine Sehne verschoben. Tatsache war, dass ich plötzlich nicht mehr schlucken konnte. Mein Hals spannte, ich bekam schwer Luft, und egal wie ich versuchte meinen Kopf zu drehen, ich konnte diese Verspannung nicht mehr lösen. Die Panikattacke kann mein Mann bis heute nicht vergessen. Ich weinte, und drückte panisch an meinem Hals rum. Das Ende unserer Session war dann im Krankenhaus, wo der Arzt ein zitterndes Häufchen Elend wieder einrenkte.

Vielleicht beschäftigen sich deshalb so wenige Artikel mit diesem Thema. Interessanter weise fand ich nichts bei menshealth oder cosmopolitan. Das war ihnen dann doch zu gefährlich. Dafür fand ich einen wunderbar geschriebenen Blog bei Fesselblog den ich hier verlinke. Auch eine Domina sei hier zitiert. Und wenn ich schon so im Linkfieber bin, dann gleich noch den von fetisch.de.

Und jetzt wirds strange! Bei meiner Recherche bin ich auf Bauanleitungen zur Atemkontrolle gestoßen. Das hat dann sogar mich total aus der Bahn geworfen. Ja, es erregt mich, wenn ich gewürgt werde. Aber eben nur mit der Hand oder einem Gegenstand. Die Menschen, die das Breathplay schon länger praktizieren sind wahrscheinlich aus dieser Phase längst raus. Die brauchen es wesentlich härter und exzessiver. Die Menge an Latexmasken, Atemgeräten und ähnlichem Zubehör ist lang. Für jemanden wie mich, der beim Nase zuhalten schon Panik bekommt, ist das natürlich der falsche Weg.

Wie beim Bondage muss immer die Sicherheit sofort aus der Situation fliehen zu können gewährleistet sein. Auch ich habe meine experimentellen Phasen, wo ich meinen Mann anflehe mal was Neues auszuprobieren. „Laß uns mal das kaufen“. Natürlich sagt er nicht nein. Schließlich ist er wesentlich daran interessiert mich zu erregen, zu führen und zu befriedigen. Er zieht seine Befriedigung aus meiner Erregung. Trotzdem kann eine ungewohnte Situation selbst bei größtem Vertrauen unangenehm werden. Deshalb legt immer ein Messer bereit, um ein Atemloch in die Maske schneiden zu können. Befestigt am Anfang kein Schloss daran, um im Notfall sofort reagieren zu können. Und laß die Sub niemals mit der Maske einschlafen. Im Schlaf könnte sie keine Luft mehr bekommen und elendiglich ersticken. Du würdest das nicht einmal merken, weil sie ja die Maske auf hat. Mach keine Experimente, die Du nicht kontrollieren kannst.

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast das doch mal auszuprobieren, dann bin ich hier auf einen Workshop gestoßen. Natürlich ist das nicht der einzige. Ich denke in Clubs oder auf Seiten wie Joy findest Du nicht nur Anregungen, Ratschläge, Hinweise und Tipps, sondern auch Leute, die das schon seit längerer Zeit praktizieren und sich damit auskennen. Bitte sei niemals zu stolz oder eingebildet, um nach Rat zu fragen. Es ist keine Schand, wenn man etwas erst lernen muss. Und beim Breathplay sollte man definitiv jemandem zusehen, wie es gemacht wird. Pornos sind da eine schlechte Wahl.

So super Pornos auch sind. Da wird nur die Hälfte gezeigt, und sie sind übel zugeschnitten. Du weiß nie was echt ist und was fake. Manchmal muss ich lachen, wenn ich das so sehe. Wenn ich allerdings Videos sehe, wo eine Frau gewürgt wird, stelle ich fast immer fest, dass es entweder falsch gemacht wird und er nicht zudrückt, sie einfach nur schauspielerisch röchelt, oder es wirklich gefährlich aussieht, und die Actors danach bestimmt Schmerzen hatten.

Mein Fazit: Breathplay ist mega geil. Aber nur, wenn es erlernt wurde und man 1000% Vertrauen zu seinem Partner hat. Mein Mann und ich werden weiterhin diese Spielart verfeinern. Und ich hoffe, auch Dein Atem wird stocken, wenn Du das mal ausprobierst. Oder bist Du schon atemlos beim Breathplay?

C wie Cuckold

Cuckold bezeichnet den gehörnten Ehemann, der von seiner Frau und mit seinem Wissen betrogen wird. Damit setzt sie ihm die Hörner auf. Ein Cuckold ist in der Regel ein Mann, mit dem eine Frau im Bett nichts anfangen kann, weil ihm die Befähigung dazu fehlt, dafür hat er meistens eine dieser Eigenschaften, die ihn zu einem Cuckold werden lässt. Einige sind impotent und schaffen es nicht mehr zu einer Erektion, andere haben einen zu kleinen Penis, der kaum spürbar ist und wieder andere sind Schnellspritzer, so wie ich. Allen ist gemein, dass sie eine Niete im Bett sind, sexuelle Versager. In unserem sozialen Umfeld gibt es einige Cuckolds, sie alle tragen mindestens eines dieser Makel.

Es gibt drei verschiedene Cuckold-Formen, C1, C2 und C3. C1 und C2 möchte ich nur kurz anreißen, weiter unten gibt es Links zu den Themen, die diese Bereiche etwas näher erklären. Ich widme mich hier dem Status C3, den ich lebe und gebe dazu einige Einblicke auch in meine Erfahrungen, die ich seit 2011 zuerst als C2 mit der Herrin sammelte und später selbst zu einem C3 wurde.

Cuckold C1 – das Rollenspiel

C1 ist reines Lustspiel, ein Rollenspiel, ein Paar holt sich einen zweiten Mann dazu, der Mann des Paares unterwirft sich spielerisch, Sex, der dabei auch zu dritt stattfinden kann.

Cuckold C2 – klassisch Cuckold

C2 ist der als klassischer Cuckold bezeichnete Status, ein devoter Mann, der sich seiner Frau unterwirft und vom Sex mit ihrem Bull teilweise ausgegrenzt wird. Auch der Bull dominiert den C2 Cuckold und bewegt sich mit der Hotwife nicht nur sexuell auf einer Ebene, sondern verbringt auch seine Freizeit mit ihr.

Als Cuckold C3 gekennzeichnet, die Herrin ließ mich vor einigen Jahren damit tätowieren.

Cuckold C3 – Cuckolds höchste Form

C3 ist die Cuckold Klassifikation für eine intensive Form, es zu leben, es kennzeichnet eine Beziehung und den Cuckold als sexuell komplett entmündigt und fremdbestimmt, zudem unterwirft sich der C3 seiner Ehefrau, die für ihn auch seine Herrin sein kann, während sie für ihre festen Liebhaber und für ihre Bulls eine Hotwife ist und nicht selten eine bekennende Ehehure. In diesem Zusammenhang sind die Worte „Ehehure“, „Ehenutte“ und „Schlampe“ für eine Hotwife nicht beleidigend oder herabsetzend gemeint, sondern lustvoll, respektvoll und ehrerbietig.

Bulls nennt man potente Männer, mit denen eine Hotwife ins Bett geht, ohne eine große emotionale Bindung aufbauen zu müssen, sie dienen der sexuellen Befriedigung der Hotwife. Bei Liebhabern ist das anders, zu diesen unterhält die Hotwife eine engere bis enge Bindung, bei der auch Gefühle im Spiel sein können und mehr.

Ein C3 Cuckold zu sein bedeutet, keinerlei Einfluss auf das Sexualverhalten der Ehefrau, Herrin oder Eheherrin mehr zu haben, sie allein trifft sämtliche Entscheidungen, nicht nur sexuelle, sondern in allen Lebensbereichen dominiert sie den C3 Cuckold. Sie ist dominant und unterwirft ihren C3 Cuckold, sie führt die Beziehung und hält ihren C3 nicht nur von ihrem Sexualleben fern. SM/ BDSM können die Bausteine der Unterwerfung oder sogar der Versklavung des C3 Cuckolds sein.

Ein Cuckold der Stufe C3 wird in der Regel keusch gehalten und darf nur noch sehr selten einen eigenen sexuellen Höhepunkt erleben, der meistens von seiner Herrin mit ihren Händen oder zwischen ihren Füßen ausgeführt wird. Fußpussy ist eine erniedrigende Methode, einen Cuckold abspritzen zu lassen, wenn seine Herrin ihre Füße zu einer Vagina formt und er dort in sie „eindringen“ darf. Zeitliche enge Vorgaben können das Unterfangen erschweren oder ein lokales Anästhetikum, mit dem ich meinen Penis nicht mehr spüre. Aber auch verbale Erniedrigung durch die Herrin hilft dabei, das Ziel meines eigenen Höhepunktes zu zerstören.

C3 Cuckold zu sein, zeigt auf, dass du von der Hotwife, mit der du verheiratet bist, erniedrigt wirst, auch das nicht nur sexuell aber insbesondere sexuell. Vor deinen Augen flirtet sie mit richtigen Männern, die sie anspricht oder dich losschickt, ihn für sie anzusprechen, um ihn an eurem Hochzeitstag vielleicht mit auf euer Hotelzimmer zu nehmen, zur Feier des Tages. Eine Hotwife hat mit einem C3 Cuckold, wenn überhaupt, nur noch selten Sex mit seinem Penis in ihrer Vagina, oft kommt es beim C3 Cuckold vor, dass er gar keinen Sex mehr mit ihr hat, wenn sie das „Never Inside“ für ihn beschließt. Sie führt ein aufregendes und ausschweifendes Sexualleben, während er sich nicht einmal anfassen darf und schon gar nicht sexuelle Befriedigung in Form eines Orgasmus haben darf. Seine dadurch vorhandene permanente Erregung macht ihn sehr gefügig und unterwürfig, was ihn deutlich auf die Belange der Hotwife reduziert.

Einige C3 Cuckolds dürfen ihre Hotwifes nur noch mit der Zunge bedienen, sie werden herangezogen, um die Vagina vor dem Verkehr mit einem Bull oder Liebhaber anzulecken, einige müssen auch die Schwänze der Männer anblasen, mit denen sie ins Bett geht. Es gehört zu den Aufgaben eines C3 Cuckolds, das Sperma aufzulecken, das für die Hotwife verspritzt wurde und wenn sie ungeschützten Verkehr mit ihrem Liebhaber hat und er sie besamt, ist es der C3, der die Hotwife und Herrin auslecken muss oder darf, je nach Konstellation.

C3 Cuckolds haben kaum bis gar keinen Sex mehr mit ihrem Penis, jedoch in ihren Löchern findet Sex noch statt. Die Hotwifes, die ich kenne, verwenden gern Strap-on-Dildos, die sie sich umschnallen, um ihre Cuckys damit zu penetrieren, um anal in sie einzudringen und sie sexuell zu erniedrigen. Die sexuelle Macht, die sie über einen C3 Cuckold haben, zeigen sie auch auf diese Weise.

Die Herrin hat mich darauf abgerichtet, Sex nur noch in meinen Löchern zu haben und als C3 bietet sie mich Männern zur Benutzung an, seit einiger Zeit bediene ich jeden Mann, der zu Besuch ist hier am Hof und der mich benutzen will und werde von ihnen als Fickpuppe oder Blasmaul missbraucht.

C3 kann auch bedeuten, dass die Frau, mit der du verheiratet bist, die dich zum C3 degradiert, dass sie sich von einem anderen Mann schwängern lässt und du nicht nur der offiziell Gehörnte bist, sondern auch noch als gesetzlicher Vertreter voll für das Kind aufkommen musst, selbst nach einer Trennung. Ebenso fällt Kastration in die C3-Definition, zwar kenne ich keinen Kastraten, aber vornehmen lassen müsste ich es, wenn die Herrin es will. Natürlich wäre ich dazu bereit und mehr als einmal kam es sogar bettelnd aus mir heraus, um endlich von dieser jahrelang übermächtigen Erregung erlöst zu werden. Fluch oder Segen – ich weiß es nicht.

Ein fester Liebhaber kann einen immer größeren Stellenwert erlangen, er kann bei der Hotwife und ihrem C3 Cuckold einziehen und nicht nur den Platz an ihrer Seite und neben ihr im Bett einnehmen, sondern auch in jeder anderen Lebenslage. Der C3 Cuckold kann jederzeit ausquartiert werden und von sämtlichen gemeinsamen Vorhaben und Unternehmungen ausgeschlossen werden, auch vom gemeinsamen Urlaub oder vom Anspruch, dass der C3 ein eigenes Zimmer haben darf. Hier bei uns gab es eine Zeit, in der ich komplett nur in der Küche gelebt habe, dort angekettet musste ich auch die Nächte verbringen.

Es geht sehr viel über den kompletten Machtverlust, über wirkliche Unterwerfung und die stete Erniedrigung, eine Niete im Bett zu sein, die gar keinen Sex mehr haben darf, außer in meinen Löchern.

Nicht nur als Sklave, sondern insbesondere auch als C3 Cuckold fühle ich mich das erste Mal in meinem Leben angekommen, bei mir, bei meiner Sexualität. Alles, was davor war, war nicht ich. Natürlich habe ich gern mit Frauen geschlafen, aber die führende, männliche Rolle, das aktive Penetrieren, war nie wirklich meins. Viel lieber wollte ich unten liegen und den Takt der Dame in mich aufnehmen, anstatt selbst immer aktiv zu sein. Aber wenn ich mal unten lag, rollten sich die Damen nach kurzer Zeit alle wieder ab, legten sich auf den Rücken und zogen mich mit dem Schwung des Abrollens zwischen ihre Beine. Nicht selten habe ich dann keine Erektion mehr zustande bringen können, so abgeturnt war ich.

Der normale Stinosex langweilte mich irgendwann und mit der Herrin kam diese vollkommen neue Form von Sexualität in mein Leben. Ich lernte die Herrin bereits mit diversen Liebhabern kennen und so ist es bis heute geblieben. Diese ganzen Erniedrigungen, die ich als C3 über mich ergehen lasse, erregen mich massiv. Fremdbestimmung, Zwang, Herabsetzung, mein sexueller Status als C3 – ich komme um, vor Gier danach.

Ausgelacht werden als Schnellspritzer und Niete im Bett, nicht mehr rangelassen werden, von ihren Bulls und Liebhabern geschlagen und gedemütigt werden, während sie mit der Herrin als Hotwife im Bett sind, lässt mich ich sein. Ich kann sagen, ja, ich brauche es, den „ganzen Dreck“, wie die Herrin es nennt. Ich bin derjenige, der ihre getragenen Unterhosen vom Fußboden aufsammelt und daran schnuppert, eine dieser Formen unserer Sexualität, die ich als C3 mit ihr leben darf.

Ich wurde als Sub von der Herrin eingekauft, der schnell nur noch ihr Sklave werden wollte. Von Anfang an war klar, dass ich niemals der fürs Bett oder der an ihrer Seite sein werde. Ich denke, ich werde in meinem Leben vielleicht mit keiner Frau mehr normalen Sex haben, auch, weil dieser „ganze Dreck“ bei mir dazu führte, zu meiner Normalität zu werden. Ich selbst hätte es nicht für möglich gehalten, dass es wo weit gehen kann, dass dadurch eine so tiefe Verbundenheit zur Herrin entsteht, dass ich mir heute, im zehnten Jahr dieser Beziehungsform nichts sehnlicher wünsche, als von ihr immer wieder betrogen zu werden, auch ohne mein vorheriges Wissen. Wenn sie nach Hause kommt, ich ihr zur Begrüßung die Füße lecke und sie ein zugeknotetes und gefülltes Kondom vor mir auf den Fußboden wirft.

Einige Links habe ich noch zusammengestellt, um das Thema vielleicht zu vertiefen:

https://kettenhaltung.blogspot.com/2017/01/sklave-und-cuckold-meine-c1-c2-c3.html

https://www.cuckold-world.com/media/gen.php

https://cuckoldbitches.blogspot.com/p/cuckold-definitionen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Cuckold

Interview mit Michel dem neuen Gastautoren

hier gehts zur Vorstellung des neuen Gastautoren Michel. Vielleicht hast Du schon gesehen, dass es einen neuen Reiter gibt mit dem Titel Gastautoren. Hier veröffentlichen Blogger Artikel zum Thema bzw. posten Geschichten usw.

Bisher gibt es nur Michel. Aber wenn auch Du Dich angesprochen fühlst, etwas für den Blog schreiben möchtest, dann würde ich mich total freuen, wenn Du mich anschreibst, und wir machen auch ein Interview und Du bist in der Autoren-Familie herzlichst willkommen!

Bist Du schon am Boden oder bist Du Bottom?

„Ich bin ein kleines, dreckiges Miststück und ich habe es verdient von Dir geschlagen und benutzt zu werden. Ich diene meinem Herrn gerne. Mein Platz ist knieend vor dir auf dem Boden mit nach oben gerichtetem Blick. Hoffnungsvoll wartend was mein Herr von mir verlangt. Jede Dienstleistung werde ich mit Freuden tun. Ich bin Bottom“

Natürlich kann ich es nicht so schön formulieren wie diener der SHI, weil ich es nicht so lebe. Dennoch war ich in BDSM-Beziehungen immer nur Bottom. Der Bodensatz. Am Boden. Kriechend vor meinem Herrn, lechzend nach seinen Bestrafungen und den Qualen, die er mir zufügt. Krankes Spiel? Mitnichten. Jeder lebt seinen Sex auf eine andere Art aus. Mein Spiel hat sich verändert als ich meinen Mann kennenlernte und begann mit ihm zu spielen. Trotzdem ist er mein Top und ich sein Bottom.

Auf wikipedia sieht man das typische Bild, wenn unsereins an Bottom denkt aus dem Jahr 2002 mit der knieenden Sub. Als ich das damals gesehen habe, wollte ich das unbedingt auch. Diesen Gehorsam, diese Disziplin, verbunden mit den Strafen und der Erniedrigung. Jedoch habe ich für mich ganz klar eine Rangordnung erkannt. Devot ist nicht gleich Bottom und TPE ist das Unterste. Ein Bottom ist natürlich devot. Ganz klar. Jedoch bedeutet es für mich noch mehr. Während eine devote Frau sich zwar unterordnet, darf sie trotzdem ihre Meinung sagen, mitbestimmen wie und was gespielt wird. Ein Bottom darf das nicht. Es ist ihm ausdrücklich verboten eine eigene Meinung, geschweige denn ein Mitbestimmungsrecht zu haben. Diskussionen darüber gibt es viele.

Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, wenn es um Bottom, Top, Dom, Sub usw. geht. Ich denke, das ist eine Verständnisfrage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Ich selbst möchte kein Bottom sein. Ein Dom sagte mal zu mir: „es gibt Wölfe und Schafe; du bist Gras“. Damals war ich Bottom. Unterwürfig. Unwürdig. Ich wurde geschlagen, verhöhnt, gequält und gezüchtigt. Er wollte mich zu einer demütigen Sklavin machen. Einer willenlosen Sexsklavin, die ihm jeden Wunsch erfüllt, die er verkaufen und wegsperren kann. Aber das bin ich nicht. Dazu ist mein Willen zu ausgeprägt, mein Freiheitsdrang zu intensiv. Für mich bleibt nur eine devote Rolle.

Auch zu diesem Thema habe ich natürlich gegoogelt, und bin auf einen super Artikel gestoßen. Hier wird nicht nur erklärt was damit gemeint ist, sondern auch der Vergleich gezogen, so wie ich es oben versucht habe. Was ich in diesem Zusammenhang super interessant fand war die Tatsache, dass Bottom auch in der Homo-Szene verwendet wird (siehe da). Während manche es neutral halten wollen, hauen andere voll zu und scheuen sich nicht ihr Tun zu hinterfragen.

Topping from the Bottom

Was soll das denn nun schon wieder? Ich dachte, wenn ich Bottom bin, dann bin ich unten, werde mit dem Stiefel immer weiter in den Dreck getreten und muss mich fügen? Nein, Topping from the Bottom ist eine weitere Spielart. Hier geht es plötzlich nicht mehr darum, dass Sub gehorchen muss. Viel mehr switcht der devote Part in den dominanten, und jetzt gibt plötzlich der Untergebene die Befehle und steuert das Spielgeschehen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass jeder Dom sofort aufstöhnt und NEIN schreit. Wer gibt schon gerne die Kontrolle ab, wenn es grad mal so schön ist. Fesselblog nennt es eine „verkehrte Welt“ und hat damit recht. Selbst ich als Wunschzettelsub kann mir schwer vorstellen, wie es ist, wenn ich gefesselt vor meinem Herrn liege und plötzlich sage, dass ich das nicht machen möchte, sondern er sich jetzt mal gefälligst meinen Wünschen zu beugen hat. Mein Mann würde vor lauter Lachen nichts mehr zustande bringen. Es ist ja auch lächerlich. Und ich bin mir nicht sicher, ob in einer echten BDSM-Beziehung Topping from the Bottom praktiziert wird.

Schließlich ist ja die Unterwerfung der Kick, den man beim Spiel hat. Ein Erklärungsversuch von fetisch.de hilft mir da nicht beim Verständnis. Ich will einen Dom. Einen Herrn, der mich mit harter Hand führt. Keinen Waschlappen, der rumdiskutiert: magst du das wirklich Schatz? Nein, ich will Befehle: knie dich hin, blas mir einen usw. Ich will eine Gerte, die mir den Hintern versohlt, wenn ich nicht spure. Und ich will Wäscheklammern als Belohnung, wenn er gekommen ist, und ich eben noch nicht. Das macht für mich ein Machtgefälle aus.

Trotzdem bin ich kein Bottom. Ich sage, wann wir spielen und wie lange. Ich sage Stopp, wenn es mir zu heftig wird, oder wenn was weh tut. Ich halte es nicht aus. Ich ertrage nicht stumm die Pein. Ich bin eben devot. Als Bottom hätte ich diese Möglichkeit nicht. Wahrscheinlich wäre ich dann geknebelt, damit ich meinen Herrn nicht bei seiner Arbeit störe. Als Bottom habe ich keine Wahl wann das Spiel startet und wann es endet. Als Bottom bin ich in der ewigen Warteschlange. Auf Gedeih und Verderb und den Launen meines Tops ausgeliefert. Das ist meine Qual, das ist mein Lustgewinn.

Und egal was jemand sagt, es ist meine Wahl. Ich als Bottom habe immer die Möglichkeit nein zu sagen. Ach, und noch was. Als gestern mein Mann und ich total fertig vom Spielen ausgepowert nebeneinander lagen, flüsterte er: „das war ganz schön pervers“. Nein, das war es nicht. Pervers ist es nur, wenn es nur einer mag, und den anderen dazu zwingt. Ich will es. Ich habe den Vorschlag mit der Plastikdecke im Bett gemacht, und ich habe die Kerzen und die Klammern hingelegt. Ich habe sogar den Tag festgelegt, an dem ich leiden möchte. Also hat die Wunschzettelsub mal wieder ihren Willen bekommen.

Auch in einer Bottom-Top-Beziehung könnte es so ablaufen. Schließlich wählen wir unsere Geschichte selbst. Immer! Und um das mal auf Stino-Ehen zu beziehen: wenn ein Mann täglich seine Frau verprügelt, weil er ein Choleriker ist, dann hat das mit BDSM oder Spielen überhaupt nichts zu tun. Das ist häusliche Gewalt. Aber trotzdem wird ihn seine Frau nicht verlassen, weil sie ihn liebt und den ganzen anderen Mist, den sie sich über Jahre hinweg eingeredet hat. Wenn man Bottom ist, hat man diese Wahl selbst getroffen, die geschlagene Frau hat das nicht.

Ach, und noch was: selbst, wenn ein Schläger immer behauptet seine Frau zu lieben, ist er doch ein menschenverachtender Mistkerl. Ein Top dagegen liebt seinen Bottom. Ein Dom liebt seine Sub. Sie werden immer zusehen, dass es dem unterlegenen Teil gut geht. Und sie leiden seelische Qualen, wenn sie verlassen werden. Deshalb denke ich, dass eine BDSM-Beziehung immer ehrlicher ist, als es eine Stino-Beziehung je sein wird!