SM-Sklaven als Ware

Und nun. Wir wollen Ware sein. Jede und jeder irgendwie, kann ich mir vorstellen. Wir, die unten sein wollen. Ich kannte es nur als anfängliches Spiel mit einigen dominanten und sadistischen Damen, mal eins, mal zwei und auch einmal waren es drei oder vier Treffen, zum Spielen.

Rückblickend empfinde ich es als seicht, was dort passierte.

Füße lecken, Speichel auflecken und direkt verabreicht bekommen, auch andere Flüssigkeiten, Wasser, zudem Fesselungen in Folie, mit verbundenen Augen. Blind mit einer zugeklebten Schwimmbrille wurde ich am Operettenhaus an der Reeperbahn abgeholt und blind über die Reeperbahn geführt. Jedoch gab es kaum Schläge und keinerlei tiefergehende Erniedrigung. Dafür musste ich bei einem Treffen in einem Restaurant ein Gefäß mitbringen und irgendwann schickte die Dame mich nach unten zu den Toiletten und ich sollte mich abwichsen und in das Gefäß ejakulieren. Wieder oben angekommen, schüttete sie mein Sperma in mein Wasserglas und ich musste es trinken. Sie hatte vor, mich zu ihrem Erstsklaven zu machen, vor und über ihrem Ehesklaven sollte ich stehen, an dem sie komplett das Interesse verloren hatte. Er langweilte sie nur noch und war nur noch dafür da, Geld zu verdienen, nehme ich an. Ich sollte in ihrem Bett an ihrem Fußende schlafen, nicht er, er hatte keinen Zutritt mehr zu ihrem Schlafzimmer. Für ihn gab nur noch ihre Füße, ansonsten berührte sie ihn nicht mehr, nur noch mit ihrer Peitsche. Es ging ihm aber gut. Sie hatte vor, mich an ihrem Fußende ans Bett zu ketten, um mich nachts als Toilette zu benutzen. Wenn sie aufs Klo muss, würde sie sich den Weg dorthin sparen und sich einfach auf mein Gesicht setzen. Diese Vorstellung empfand ich als überaus erregend. Ich hätte irgendwann auch mit ihr schlafen dürfen, glaube ich, sie machte dahingehende Andeutungen. Letztendlich habe ich es durch meinen Rückzieher vermasselt, ich war noch nicht so weit und enttäuschte die Dame sehr. Knapp ein Jahr bettelte ich ihr hinterher, sie ignorierte mich in dieser Zeit, doch irgendwann gewährte sie mir eine Audienz, eine zweite Chance war da, in der ich wieder versagte.

An ihren Füßen hat sie mich bis dahin nicht ein einziges Mal lecken lassen.

Später lernte ich eine Dame kennen, die mich online in ihren Bann gezogen hat, über Skype-Telefonie setzte sie ihren Einfluss bereits durch und hatte vollen Zugriff auf mich. Sie lud mich ein zu sich, in ihr Haus, sie war Unternehmerin und plante ein Dinner mit mir, für meine Vorstellung bei ihr. Ich sollte zu ihren Füßen unter dem Tisch knien, angekettet, nackt, sie wollte oben am Tisch speisen und mir die Knochenreste unter den Tisch werfen, um sie von mir abnagen zu lassen. Mit ihren nackten Füßen wollte sie in ihren Essensresten stehen, die ich ihr von den Füßen ablecken sollte. Leider ist es dazu erneut nicht gekommen, weil ich der Fehler war und das Treffen schriftlich absagte. Daraufhin rief sie mich an und ich gab meiner Stino-Partnerin den Hörer, um sie abzuwimmeln, was sie auch tat.

Heute schäme ich mich dafür sehr.

Warum?

Weil ich heute durch die Herrin erkenne, herumgereicht und benutzt werden zu wollen, bedienen, das ist wohl bei uns allen sicher, bei Subs und bei Sklaven. Ich lasse den Unterschied jedoch bewusst beiseite, weswegen es wieder nur mein Umfeld skizziert, analysiert und kommentiert. Es ist die Art und Weise, wie man mit einem Sklaven umgeht, umgehen kann oder was ein Sklave braucht, an Kontaktpunkten nach oben.

Im Laufe der Jahre mit der Herrin spürte ich, drangsaliert werden zu wollen, um zu spüren, was ich bin, ausgenutzt werden, rein für ihre Belange nur noch da sein. Selbst die Lüge ist es, die mich erregt, wenn sie mich belügt und betrügt. Das aber geht nur, weil sie mir dieses grenzenlose Vertrauen schenkte, auf dem alles basiert, von dem aus alles passieren kann, auch der Entzug des Vertrauens, das einem Sklaven nicht zwingend zusteht.

Mich selbst in den Dreck ziehen, irgendwann fing es an, mich zu erregen, diese Selbsterniedrigung, erst nur vor der Herrin, mittlerweile gern vor der ganzen Welt.

Ich sah mich als Sklave ganz weit unten und nicht mehr kompatibel mit dem Stinoversum. An verschiedenen Stellen las ich davon, dass das eintreten kann, dass man in einem Sklavenleben verschwinden kann, insbesondere dann, wenn man auch psychisch massiv fremdbestimmt wird und die Kontrolle über das eigene Leben abgeben muss und verliert. Kleidung, Nahrung, Finanzen, soziale Kontakte, Sex, Arbeit, Aufenthaltsort und der Entzug von Geld und Kontozugriff. Ich wollte es und stimmte mit nur einer letzten freien Entscheidung zu und verlor sämtliche Rechte an mir.

Jetzt lebe ich im Würgegriff an einer Kette, täglich diese vielen Stunden nur noch Kettensklave sein, acht Stunden, dann ist die Herrin wieder am Hof, bis zu ihrer nächsten Konferenz dauert es eine Stunde, in der wird gegessen, nach ihrer Konferenz erwartet sie Jehan, einen ihrer festen Liebhaber, der einige Stunden bleibt, der mich wieder ficken wird, gefesselt auf dem Strafbock. Ich will sein Sperma unbedingt in mir haben.

Vorbereitet, von der Herrin mit einem Strap-on-Dildo angefickt worden, um von Jehan hart abgefickt zu werden.

Gefesselt werde ich, für den Sex mit Männern, in meinen Löchern, ich spüre, dass das der einzig richtige Sex für mich ist, da taucht es wieder auf, benutzt zu werden.

Irgendwann im Laufe der Jahre stellte ich fest, eigentlich ein Wegwerfprodukt sein zu wollen, das man jedoch nicht wegwirft, weil es wie weggeworfen behandelt wird und so zu betrachten ist. Fast schrecklich kam ich mir dabei vor und schämte mich anfangs vor mir selbst, aber die Herrin hat es mir ausgetrieben, mich für das zu schämen, was ich bin. Sie hat mich herangeführt daran, zu allem, zu wirklich allem stehen zu müssen, es zu können, es zu dürfen, was in mir angelegt ist.

Den Körper gefügig machen, Gefügigkeit, ein gefügiges Wesen, besondere körperliche Merkmale und Funktionen herausgestellt, andere entfernt, um den Anforderungen einer Benutzung zu entsprechen. Die Reise führt tief hinab, ins Unten und ins Ich, wenn sich herausstellt, dass sich eine andere Person daran zu schaffen macht, nicht du selbst, wenn du gefügig gemacht wirst und Funktionen erhältst oder diese von dir entfernt werden.

Sexsklave, abgerichtet auf Schwanzherrschaft, als Zweiloch bedienen und benutzt werden.

Konnte ich nur auf diesem einen Weg landen und bald zu einer Gummipuppe werden? Als das, was ich bin und das, was in mir angelegt ist, sehe ich diesen Schritt als wundervolles Privileg an. Und der Kreis schließt sich, zur Ware, zum Gebrauchsgegenstand, zur Verbrauchsware, zum Wegwerfprodukt.

Dafür schäme ich mich nicht mehr, es erregt mich einfach nur noch in unendlicher Weise.

Zwei Löcher, die Priorität, frei zugänglich, erkennbar sein, als Zweiloch zur Benutzung freigegeben. Gepackt und verschnürt in festem Leder oder in engem Gummi, eindeutig in der Präsentation beider Löcher. Die Maulfotze geöffnet halten, trotzdem es sich niemals wehren wird, aber der Ring und das Rohr, sie passen so gut hinein und der Abflussrohrstöpsel baumelt im Takt der Hengste, Bullen und Zureiter. Reden ist überflüssig und untersagt, Laute von sich geben auch, passiv bleiben, bis zuletzt, die Illusion, ein Weibchen zu sein, um sich interessant zu machen. Niemand will ein Männchen sehen, erkennen oder vermuten. Billig und nuttig wird es in High Heels daherkommen, verweiblicht, das wird das nächste Abrichtungsziel, sagt die Herrin. Unsicher im Gang, stöckelt es hin und her und bietet sich jedem an. Die Herrin bietet es an. Oder ihr Liebhaber. Jehan. An Halsband und Leine wird es mitgenommen. Jeder kann es mitnehmen, bis es zerfickt am Boden liegt und andere sich das mit ansehen und dabei kommen, sie wichsen sich, sie spritzen ab, auf diesem zerfickten Körper hinter Gummi. Wenn die Herrin zu ihm kommt, stellt sie ihren Fuß vor sein Gesicht, daran darf es lecken, vielleicht durch einen dieser Ring- oder Rohrknebel.

Geistige Funktionen, eine notwendige Korrektur, einige werden heruntergefahren, andere deaktiviert, wieder andere werden bevorzugt neu installiert und regelmäßig gewartet. Ein Geist, der nicht immer klar sein darf, der betäubt wird, um ihn herunterzufahren und systematisch zu entkernen und neu zu programmieren. Lernen, was es zu befolgen hat, als niederes Subjekt, als benutzbares Objekt, als Sexpuppe, als Wanderpokal des Abends.

Wanderpokal, ein so schöner Begriff, bei Needie erstmals gelesen.

Eingesperrt, weggesperrt, angekettet, ein vollständig fremdbestimmtes Leben, überführt in die Versklavung, von der niemand etwas weiß, wenn er vereinzelt draußen noch gesehen wird. Nur noch einen Zweck erfüllen, einen Sinn haben, als Sklave zu funktionieren und zu bedienen, als Sklave zu funktionieren und benutzt zu werden, als Sklave zu leben und zu funktionieren. Jederzeit bereit, ohne Sinn und Verstand zu sein, leer, sinnlos, bei schwachem, bei unzureichendem, bei keinem Verstand zu sein. Dumm, ein Idiot, nur den Worten der Herrin folgen, egal, was es mit ihm macht. Das ist ein Sklavenleben. Das ist dein Sklavenleben. Das ist mein Sklavenleben. Verschwinden, wenn es nichts gibt, was ich bedienen kann oder keiner mich benutzen will.

Ja, ich will, einmalig, letztmalig, danach nicht mehr.

Benutzt werden, herumgereicht, ausgenutzt, erniedrigt, misshandelt. Sadisten zur Folter gereicht, um im Elend und im Leid, um im Schmerz ausgelacht zu werden, um den Sadisten mit Schmerz zu dienen, um sie zu erregen, zu stimulieren und zu befriedigen. Das Halsband zu eng. Die Fixierung zu fest. Das Metall zu schwer. Der Schwanz zu tief. Die Schläge zu hart. Sie verprügeln mich. Ich kann nicht mehr. Ich will es aber aushalten. Sie nehmen Rücksicht, sie meinen es gut und es tut mir gut, aber ich schäme mich. Dann ficken sie mich, sie ficken mich, endlich wieder.

Alles habe ich der Herrin zu verdanken.

Danke, Herrin.

Veröffentlicht von michel

Seit 1970, ..., 2011 SM-Beziehung, 2015 SM-Ehe, TPE.

Ein Kommentar zu “SM-Sklaven als Ware

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