Aufgaben und Rituale Teil 2

nach dem Spiel

Nachdem ich Dich so auf die Folter gespannt habe (kicher) möchte ich natürlich jetzt einen Erfahrungsbericht abgeben. Aber wer mich kennt weiß, dass ich nicht einfach so über Stellungen, Aufgaben oder Praktiken schreibe. Diesmal möchte ich sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ich hätte gerne Trommelwirbel: hier beigefügt ist ein kleines Interview das ich mit M, meinem Dom, geführt habe nachdem er fertig mit mir war.

Erste Frage: Was dachtest Du, als Du den Blog gelsen hast? M: „ich hab mich voll gefreut. Endlich werde ich mal mit eingebunden, und darf mitmachen. Ich habe überlegt, was ich mit dir am Samstag machen will; und jedesmal hab ich nen Steifen bekommen“ lacht

Ja, ich war auch gespannt. Und dachte schon, dass nichts laufen wird, weil er mich die ganze Woche über ignoriert hat. Selbst am Freitag, am Tag davor, war er den ganzen Tag im Büro, und Abends zockte er die ganze Nacht mit Kumpels so einen doofen Egoshooter. Am Samstag dann war er zurückhaltend, nur ein kleines Küsschen zum Frühstück, einkaufen, und wieder saß ich allein im Wohnzimmer auf der Couch. Ich war sauer, beleidigt, enttäuscht, und dachte insgeheim, was für ne saudumme Idee mit dem Blog.

Zweite Frage: Was beeinflusst wie Du spielst? M: „ich sehe gerne zu, wenn meine Partnerin leidet. Ich mag den schmalen Grad zwischen Lust und Schmerz. Ich kann das fast selber spüren. Das erregt mich so sehr, fast mehr, als wenn ich ihn ihr nur profan reinstecke. Je nachdem wie stressig und ärgerlich mein Tag war, desto mehr quäle ich, und dann kann ich schon mal ganz schön pervers werden“

Ich dachte mir dann auch nichts dabei, als er mich fragte, ob ich mit ihm eine Zigarette rauchen wollte. Wir saßen dann so vor seinem Rechner, als er einen Porno einschaltet. Laaaaaaaangweilig denk ich mir so, als er auf einen Selbstgedrehten zappt. Das war echt geiler Scheiß. Der Typ hat seine Partnerin über 30 Minuten lang mit Wäscheklammern gequält und sie kam mehrfach. Und ja, sowas erregt mich dann doch ziemlich. Ihn wohl auch, denn er fing an meine Brüste zu kneten, zwirbelte die Brustwarzen und ich wurde feucht. Ich muss dazu sagen, dass es mich wahnsinnig erregt, wenn er das tut. Einmal hab ich sogar einen Orgasmus dabei bekommen, obwohl er nur meine Brüste malträtierte. Unglaublich!!!!

Ich komme vom Thema ab. Die nächste Reaktion meines Körpers bei Brustfolter ist, dass ich unbedingt seinen Schwanz blasen möchte. Es ist wie eine Sucht, mein Mund fühlt sich leer an, und je stärker der Schmerz, desto größer das Verlangen ihm einen zu blasen. „Du bist da wie ein Staubsauger“ (Aussage M). Also rutschte ich von meinem Stuhl, kniete mich vor ihn hin, und blies ihn mit Hingabe. Natürlich deep throat und selbstverständlich alles schlucken und danach sauber lecken. „Schatz, der Boden ist neu“. Da gab es keine Befehle, das war ganz natürlich, und so läuft es öfter bei uns. Ein Ritual? Vielleicht. Was weiß ich schon über Rituale und Aufgaben. Natürlich habe ich darüber geschrieben. Aber um einen eifrigen Leser zu zitieren: „BDSM iss ja ziemlich neumodisch und hat mit den alten Sadomaso Praktiken wenig gemein. Früher ging es darum Frauen gefügig zu machen/halten, heute ist es wohl mehr eine Traumatabewältigung auf sexuellen Niveau.“ Genau das ist eben mit M anders. Und deshalb ging es folgendermaßen weiter:

Er war fertig, zog sich wieder an, nahm mich an der Hand, und zog mich ins Schlafzimmer. Dort musste ich mich ausziehen, er legte mir das Halsband um und ich wurde aufs Bett gelegt. Cunnilingus, der Begriff wird bestimmt nochmal in der Liste auftauchen, ist ja nicht so mein Ding. Aber wenn M mit seiner Zunge meinen Kitzler stimmuliert, und an meinen Schamlippen knabbert, komme ich innerhalb kurzer Zeit zum Orgasmus. Aber das reichte ihm nicht. Wieder im Büro angekommen, für die Kippe danach, zog er mir den Rock hoch, und machte diesen speziellen Griff an meiner eh schon geschwollenen Möse, dass ich anfing zu squirten. Ich hasse das! Das ist nicht nur Folter, sondern absolut nur sein Ding. Da ich jedoch im Schlafzimmer das Halsband angelegt bekommen hatte, musste ich gehorchen. Mein ganzer Rock war tropfnass, und der arme Boden teilweise wohl auch.

Nächste Frage: Warum hast Du das gemacht? M: „Ich steh da total drauf. Dieser Kontrollverlust erregt mich total. Da brauche ich gar keinen Sex, da sehe ich dir nur gerne zu, wie du vor Lust spritzt und mich danach vorwurfsvoll ansiehst.“ wischt sich einen imaginären Speichelfaden vom Mundwinkel

Und dann legte er los. Noch völlig geflasht von dem Orgasmus kniete ich vor dem Stuhl, wärend er mit geübter Hand mir die Liebeskugeln einführte. Nein, nicht einfach nur zwei Kugeln am Rückholbändchen. Die gemeinen Dinger mit Vibration und Fernbedienung. Da war kein klarer Gedanke mehr bei mir. Nur noch Lust und Hormone, der Wunsch noch einen Orgasmus, und noch einen und noch einen. Er hielt mich locker eine Stunde auf diesem Niveau. Immer mal die Geschwindigkeit und Intensität verändernd. Totaler Kontrollverlust. Ja, da steht er drauf wenn ich, seine persönliche Sexsklavin, vor Lust mich an ihm reibe, um einen Fick bettle und er mich quälen darf. Fast über fünf Stunden quälte er mich, ließ mich kommen, quälte weiter, und ich durfte nur hin und wieder an seinem erregten Glied lecken, oder ihn mit den Händen berühren. Es ging die ganze Zeit über nur um mich. Keine Ahnung wie viele Orgasmen ich hatte. Mein Gehirn war völlig Matsch, und hätte er nicht so Hunger gehabt, dann hätten wir keine Pause eingelegt.

Frage: „Wie lange hast Du mal eine Frau bespielt? Wo liegt Dein zeitlicher Rekord?“ M: „Das waren diese Nächte, wo wir nie zum Schlafen kamen….kannst du dich noch erinnern, als du geschlafen hast, und ich an dir rumgespielt habe, und du erst aufgewacht bist, als du auf mir gesessen und mich geritten hast…….“ (Das war zwar nicht die Frage, aber interessant zu wissen)

Also für einen Mann wird es immer anders sein, als für eine Frau. Ein Dom wird das Spiel immer anders interpretieren als ein Sub. Ich habe mich mal mit einem weiblichen Dom unterhalten, die war total begeistert, als ihr Sub sich vor ihr auf den Boden legte. Totale Hingebung nannte sie das. Gehört bestimmt auch zu den Aufgaben eines Sub. Welche Aufgaben habe eigentlich ich? Und welche hatte ich gestern? Mir kam es so vor, als ginge es nur darum mich so oft wie möglich kommen zu lassen. Ja, ich wurde gequält, aber hauptsächlich hatte ich Orgasmen.

Und so habe ich mal M gefragt: Was sind meine Aufgaben? Habe ich welche? M: „Klar, deine Aufgabe ist es, ein Halsband zu tragen, einen Minirock ohne Unterwäsche, und natürlich mit dem Vibroei einkaufen zu gehen. Von Felatio und ficken rede ich da garnicht, das ist selbstverständlich“ sprachs mit süffisantem Grinsen im Gesicht.

Bei mir ist allerdings nach einer ganzen Reihe von Orgasmen der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr komme, sondern nur noch gequält werden möchte. Als guter Dom kommt M dieser Bitte immer nach. Die Gerte hängt bei uns am Bettpfosten, und ist jederzeit griffbereit. Deshalb versohlte er mir gestern mehrere Minuten lang den Hintern, bis ich den lang ersehnten Orgasmus hatte. Allerdings als er mir das Halsband abnahm, geschah es wieder. Ich switchte. Keine Ahnung warum, aber wenn ich so häufig gekommen bin, so dermaßen gequält wurde, dann ist es, wie wenn man einen wilden Hund von der Leine lässt: er rennt los, und verbeißt sich. In meinem Falle ich in meinen Dom, der dann nicht mehr mein Herr, sondern nur noch ein Kerl ist.

Vom Halsband befreit biß ich ihm erstmal kräftig in den Hals, leckte seinen Bauch hinunter bis zum Schwanz, fing genüsslich an ihn zu saugen und brachte ihn so in Stellung. Ms Blick verschleierte sich, und ich sah dass er willenlos war. Noch mit dem Vibroei in mir (das natürlich noch brummte) bestieg ich meinen Mann, und fickte ihm das Hirn raus. Leider war schon nach dreimal kommen der Punkt erreicht, dass er mich runterzog. Ich habe es aber auch schon geschafft, dass er mich gebeten hat aufzuhören (zufriedenes Grinsen).

Ich bin schon lange nicht mehr so schnell eingeschlafen wie gestern. Auch heute noch kann ich ihn in mir spüren, und wenn sich mein Bademantel verschiebt, sehe ich, wie seine Hand in meine Richtung zuckt. Nein, mit tut nichts weh. Ob ich heute eine Fortsetzung plane? Wer weiß, vielleicht ficke ich ihn nachher nochmal ordentlich durch. Quasi als Rache für gestern…….obwohl, ist es wirklich eine Bestrafung, wenn er dabei so viel Spaß hat?

Zum Abschluss noch eine Frage, rein aus Neugier: Ist es eigentlich anders mit mir? Ich meine fühlst, spielst, oder quälst Du mich anders als Deine vorherigen Subs? M: „ja, Liebe macht da viel aus. Ich quäle dich weniger, achte mehr auf Signale. Und 24/7 käme mir mit dir nie in den Sinn. Es ist was ganz anderes, nicht nur Gefühlsmässig. Ich will dir nicht weh tun, und auch morgen noch benutzen können“ guckt entschuldigend. „Du weißt schon was ich meine oder? Es ist auch nochmal was anderes wenn man zusammen wohnt, oder sich nur zum Spielen trifft.“

Fazit: es war ein wunderschöner Samstag Nachmittag, an dem wir viel über einander gelernt haben, ich viel erfahren habe, und wir massig Spaß hatten. Ich denke, das machen wir bald mal wieder….

Veröffentlicht von tineschmaus

Vielseitig und Vielschichtig. Gedankenverloren und Gehirnakrobatisch. Steckt in keiner Schublade oder konservativem Denken fest. Guckt gern über Tellerränder und mit wachen Augen in die Welt. Ja, mich gibts wirklich. Nein, ich werde mich weder ändern noch verbiegen. Meine Freunde lieben mich, meine Feinde können mich....!

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